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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Libraries that del.icio.us – also in Paris

Vor ein paar Monaten hatte ich eine Liste von Bibliotheken zusammengestellt, die del.icio.us nutzen – unter dem Eindruck, daÃ? es sich dabei ausschlieÃ?lich um Bibliotheken in den USA handele. Das war falsch, den bereits seit Mai 2006 hat auch das Bibliothekssystem der Sorbonne ca. 2.000 Online-Ressourcen bei del.icio.us zusammengestellt und geordnet. An der Sorbonne werden vor allem Sprachen und Literaturwissenschaft, aber auch Soziologie, Philosphie und einige weitere Fächer gelehrt, was sich in der Linkauswahl entsprechend wiederspiegelt. Interessantes Detail: Viele Benutzer lassen sich mit den neuen Links der Bibliotheken beliefern.

Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

5 Kommentare

  1. Nutzt jemand im deutschen Sprachraum eigentlich Del.icio.us?

  2. Naja, eine Einrichtung ja mindestens, vgl. ///log.netbib.de/archives/2006/02/20/social-software-in-nordenham/

    Unter dem del.icio.us-Benutzernamen Bibliothekswissenschaft gibt es zudem ein paar Links vom IB der HU Berlin, allerdings scheint sich da seit einiger Zeit nichts mehr zu tun. (?)

    Und dann gibt es natürlich die hier oft besprochene UB der LMU München mit ihrer Nutzung von Connotea…

  3. Die Biblio-Links der Bibliothek des Polnischen Instituts Berlin sind beim deutschen Webdienst oneview abgelegt, der das Social Bookmarking 1999 „erfand“, zwischenzeitlich vom Markt verschwand und die Entwicklung nun wieder aufnimmt. Das Team ist sehr am Austausch mit Informationsspezialisten interessiert und für Verbesserungsvorschläge überaus aufgeschlossen. Ein Oneview-Entwickler wird z.B. beim nächsten Treffen des OPL-Arbeitskreises Berlin-Brandenburg an der Diskussion über kollaborative Sacherschließung mit Hilfe von Web2.0-Technologien teilnehmen.

  4. …andererseits spricht auch einiges dafür, wieder zur „asozialen“, aber dafür übersichtlich-klassifikatorischen Favoritenverwaltung zurückzukehren, wie sie z.B. der Onlinebookmarkmanager bietet. Da gehe ich konform mit dem Weblog Maiers Meinung (Abhängig, parteiisch, subjektiv!):

    Social Bookmarks sind eine Erfindung des Teufels die einen nur dazu verleiten noch mehr Zeit im Internet zu verbringen! 😉

  5. Wouter Gerritsma, bloggender Bibliothekar an der Wageningen UR, hat sich über die Darstellung der del.icio.us-benutzenden Bibliotheken gefreut. Vielen Dank an dieser Stelle für das freundliche Lob.
    Öbrigens hat Wouter vor einem Jahr eine webometrische Analyse der niederländischen Biblioblogosphäre vorgenommen – lesenswert!