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Bibliotheks-Website 2.0

Karen A. Coombs – aka Library Web Chic und eine der sehr coolen amerikanischen Bibliothek2.0-Praktikerinnen – skizziert in einem Artikel in der aktuellen Ausgabe von Computers in Libraries, wie eine Bibliotheks-Website auf Basis diverser Web2.0-Dienste und Prinzipien aussehen kann: „Building a Library Web Site on the Pillars of Web 2.0“. Ihre Website 2.0 stützt sich auf folgende sechs Säulen („pillars“):

1. Radical decentralization: Dezentrale Erstellung von Content und Pflege desselben in einem Wiki-ähnlichen CMS
2. Small pieces loosely joined: Verbindung unterschiedlicher Dienste wie CMS, Weblogs, Wikis etc. in einem einheitlichen Look and Feel
3. Perpetual Beta: Ständiger Beta-Zustand der Seite bzw. neuer Dienste, um diese schnell testen und nutzerorientiert weiterentwickeln zu können (gutes Beispiel: MIT Libraries Beta)
4. Remixable Content: Inhalte der Website sollen für andere nachnutzbar sein, z.B. Export der Linksammlungen in die Websites der jeweiligen Uni-Fachbereiche ermöglichen und idealerweise eine bibliothekseigene API-Schnittstelle entwickeln
5. User as contributer: Benutzern z.B. über Wikis die Mitarbeit an (Teilen der) Website ermöglichen oder Tagging im OPAC erlauben
6. Rich user experience: Multimediale und interaktive Elemente anbieten (z.B. video streams und live-chat), neue Technologien wie AJAX für Anwendungen mit Desktop-Feeling einsetzen und überhaupt attraktiv und auf der Höhe der Zeit sein.

Lesenswert!

Ein Kommentar

  1. Mir ist eine sehr hübsche Ergänzung dazu über den Weg gelaufen, die 15 Web-Thesen aus dem BBC-2.0-Projekt.