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Marketing 2.0: Nur von hippen Aufsehern!

Markus Trapp hat heute die Nutzung von Qype vorgemacht. Warum das interessant ist? Die Stabi Hamburg beispielsweise hat in diesem Rezensionsdienst für „Dienstleister, Geschäfte und sonstige öffentlichen Orte und Anbieter“ auch schon zwei Besprechungen. Zwei Zitate daraus:

Die ganze Biblio erinnert eher an eine Behörde als an einen Büchertempel.

Ansonsten ist es in der StaBi sehr ruhig, es gibt Uni-WLan und diverse Arbeitsplätze, auch Laptop Arbeitsplätze und kleine Carrels die man im 1. OG beim „Aufseher“ beantragen kann.

Die zwei Aussagen (aus den ansonsten durchaus auch positiven Besprechungen) sind schöne Taktgeber für das „Marketing in a Web 2.0 World“, das Darlene Fichter in ihrem neuen Artikel in Marketing Library Services anhand von sieben Strategien skizziert. Dazu gehören u.a. die Aufstellung eines „Web 2.0 marketing plans“ und die Aufforderung „join the conversation“:

Instead of waiting for our audiences to come to our Web sites or blogs, we can join the conversation wherever it isâ??on usersâ?? blogs, Web forums, MySpace, course Web sites, team rooms, wikis, etc.

Aber Achtung: Die Einmischung von behördlichen Aufsehernaturen wie unsereinem muss mit dem nötigen Fingerspitzengefühl und am besten nach vorherigem persönlichen Kontakt erfolgen, wie der ebenfalls sehr interessante Post des ACRL-Blogs mit dem Titel „What students think of authority figures in Facebook“ aufzeigt. Eine – zarte Hoffnung auf Chancen zum Mitspielen weckende – Antwort auf die Frage, ob bibliothekarisches Engagement bei Facebook und Co. von der Zielgruppe erwünscht ist:

â??For the most part, no. Iâ??d much rather they stay out of it. However, I do have one professor who is known for being fairly hip. Heâ??s on Facebook and I have no problem with this because I know heâ??s not going to abuse that position.â?

3 Kommentare

  1. Die Einmischung von „Aufsehern“ kann erwünscht sein, was aber immer fallweise geklärt werden muß. In meiner Zeit als studentische Hilfskraft an meiner Fachhochschulbibliothek habe ich auch immer mal wieder bei der Benutzung der OPACs über die Schulter geschaut. Einige wollten Hilfe, andere nicht. Die, welche die Hilfe annahmen, waren dankbar dafür, wenn man ihnen den Pfad durch den Dschungel geschlagen hat – oder ihn zumindest die richtige Richtung gewiesen hat.

    Das könnte man als Luxus auslegen – den habe ich dann als innerbetrieblicher (unter anderem) Info-Broker später auf die Spitze getrieben. Das Neben-Ziel war aber nicht der Aufbau eines möglichst großen abhängigen passiven Kundenkreises, sondern der Gedanke eines aktiven Multiplikators. Jeder, der einmal ernsthaft eingeführt wurde in ein System, agiert dann später unbewußt als positiver Multiplikator. Daraus ergibt sich nach meiner Erfahrung meistens eine Win-Win-Situation für beide Seiten.
    Die Einrichtung / Firma lernt mehr über ihre Nutzer, und der Nutzer lernt das System so gut kennen, daß er nicht ständig neue Hilfe benötigt.
    Dafür muß man auch den Graben zwischen „wir“ und „die“ überspringen. Seitdem ich das gewagt habe, bekomme ich viele spannende Einblicke in Bereiche, die ich bei passiver Haltung meinerseits nie zu Gesicht bekommen hätte.

  2. Qype ist wirklich eine feine Sache, ich hab da mittlerweile einige Sachen eingetragen und auch schon gute Tipps dort gefunden.

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