netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Verbesserungsvorschlag für die DNB

oder: Aus der Praxis…
Der Benutzer sucht bei uns im Katalog ein „Buch“, fand es auch und stellte – zunächst erfreut – fest, dass es sich um eine elektronische Ressource handelt, die auf dem Server der DNB abgelegt ist. Kleines Problem: Die Datei war tgz-gepackt, auf unseren Lesesaalrechnern sind zwar die gängigen Viewer installiert, aber keine Entpackprogramme. Extra einen USB-Stick ausleihen wollte der Kunde nicht, da er „nur mal kurz ins Dokument reinschauen wollte“. Zum Glück wissen ja alle KollegInnen, was URN bedeutet, diese Adresse war auf dem Archivserver natürlich auch angegeben, komischerweise aber nicht verlinkt!.
So braucht man dann nur noch die Adresse des URN-Resolvers der Deutschen Bibliothek einzutippen (hat man ja im Kopf), und dann dort den auf dem Archivserver der Deutschen Nationalbibliothek gefundenen URN einzutippen und schon kommt man zum Original.
Dort stellt man dann fest, dass es es sich um 13 HTML-Seiten handelt, die problemlos im Browser aufgerufen werden können.
Mir ist ziemlich unklar, warum die DNB auf ihrem eigenen Server nicht zu ihrem eigenen Resolver verlinkt, aber sicher gibt es dafür einen wichtigen bibliothekarischen Grund?!
Vor allem, weil die meisten mir bekannten Dokumentenserver bei Angabe des URN natürlich den Resolver der DNB mit hinterlegt, also „anklickbare“ URNs haben.

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

3 Kommentare

  1. … auf unseren Lesesaalrechnern sind zwar die gängigen Viewer installiert …
    Ja ???

  2. Hi Axel,
    ich lese da etwas Kritik aus diesem „Ja???“. Was vermisst Du denn?

  3. Die Frage war keineswegs vergessen, aber ich hatte erst heute wieder die Möglichkeit der Öberprüfung vor Ort.
    Ja??? heißt:
    1. Nein. Es gibt hier keine Viewer.
    2. Ja. Das ist eine Kritik. Weil man bestimmte (z. B. MS-) Dokumente nicht – vielleicht auch nur kursorisch – ansehen kann. Es gibt für versierte Internetnutzer sicher mehrere Wege, auch ohne Viewer solche Dokumente öffnen zu können. Ich habe aber nur manchmal den Weg über samurajdata (danke ES von netbib…), da ich nicht weiß, was das überhaupt ist, öffne ich damit aber nicht alle privaten Anhänge einer mail.
    Öbrigens ist ein anderes kritisiertes Problem gelöst (wohl schon vor einer neuerlichen Äußerung von mir): es stehen die OPACs vor Ort jetzt nicht mehr auf einer blacklist, wenn diese über eine Anfrage via GBV aufgerufen werden.
    Wieso ist die default-Einstellung für den GBV aber hier auf Englisch? Ein lautes ja, dass sich die Bibliothek mindestens zweisprachig präsentieren muss. Aber bestimmte Begriffe der Buttons clicke ich an, weil mir deren Inhalt schon unbewusst bekannt ist. Kann man das bei allen NutzerInnen voraussetzen? (Für deutsche wegen der englischen Sprache. Und für englische frage ich mich, ob die Öbersetzungen wirklich so glücklich sind.)