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Typo3 vs. eZ Publish

Wenn man sich so umhört, welche Content Management Systeme so in Unis oder Bibliotheken genutzt werden, scheint der Favorit Typo3 zu sein. Fragt man dann nach den Gründen für den Einsatz, scheint ein sehr wichtiges „Argument“ immer zu sein: „Die anderen setzen es auch ein“. Fragen nach Vorteilen gegenüber anderen Open Souce CMS können oft nur mangelhaft beantwortet werden. Ein eher weniger im universitären Bereich (so weit ich es weiss) eingesetztes CMS ist eZ Publish, das auch einen sehr guten Eindruck macht. Einen Vergleich der beiden Systeme gibt es in einem PDF von eZ Publish, also wohl nicht ganz objektiv, aber trotzdem interessant. Hat evtl. jemand Erfahrungen mit beiden Systemen?

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

4 Kommentare

  1. ez Publish ist ein gelinde gesagt großartiges System, mit dem ich z.B. diese Seite hier gebastelt habe.

    Ich wollte in Infobib demnächst sowieso mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, daher hier schon mal die Kurzfassung: Flache Lernkurve, aber wenn man den Dreh erstmal raus hat, ist ez ein sehr mächtiges System.

    Auch hübsch: Plone/Zope. Das wird auch von sehr vielen Bibliotheken eingesetzt, meist im gesamten Hochschulkontext.

    Nicht hübsch:
    Von Joomla kann ich dagegen nur abraten, da es – schon aufgrund seiner Verbreitung – sehr Defacement-anfällig ist und ein völlig unbrauchbares Usermanagement anbietet. Imperia ist viel zu teuer und kann nichts, was ez nicht auch und meist besser könnte.

    Was mich wundert, ist, dass kleine Bibliotheken m.W. nicht versuchen, WordPress oder Serendipity als CMS einzusetzen. Das reicht doch meist völlig, ist sehr leicht zu modifizieren und kann auch optisch mit ein bißchen Geduld sehr schön angepasst werden.

  2. Die aktuelle c’t (11/2007, vgl. http://www.heise.de) enthält ein Special zu CMS-Systemen, das eine ganze Reihe von Systemen relativ knapp vorstellt. Einer der Vorteile von Typo3 scheint die Möglichkeit zu sein, sehr gut workflows abbilden zu können. Verschiedene CMS-Systeme (darunter auch T3 und ezP) kann man unter http://www.opensourcecms.com testen.
    Das Argument, dass Typo 3 zumindest hierzulande weiter verbreitet ist, ist nicht von der Hand zu weisen, da es dadaurch inzwischen eine ganze Reihe von Dienstleistern für Implementierung und Anpassung gibt. Da das System doch ziemlich komplex ist (zumindest habe ich es im Vergleich zu Drupal und Joomla so empfunden), ist das sicher ein großer Vorteil.

  3. Danke für den Link, auf der Vergleichsseite finden sich nämlich auch noch andere Öbersichten, z.B. zu Blogs, Wikis oder Groupwares! Ich kannte in der Richtung bisher nur http://www.cmsmatrix.org/.

    Zu Typo3: Die Verbreitung ist natürlich ein Faktor. T3 hat allerdings auch ein paar Nachteile. So ist es z.B. IMHO nicht möglich, statische HTML-Seiten zu rendern, was bei stark frequentierten Seiten doch sehr von Vorteil ist.

    Zu ez Publish: Ein großer Nachteil ist die teilweise nicht besonders üppige Dokumentation. Ein riesengroßer Vorteil ist die Möglichkeit, eine WebDAV-Schnittstelle einzubauen.

  4. Die aktuelle c’t (11/2007) ist dem Thema gewidmet, es wird ausführlich auf Entscheidungskriterien eingegangen. Ein wenig kurz kommt m.E. der Aspekt der Barrierefreiheit. Ein Uni ist zwar keine Bundesbehörde, sollte sich aber doch an die B.I.T.V.-Richtlinien halten. Meine Erfahrungen mit WordPress als CMS dokumentiere ich gerade im Beitrag WordPress und Berrierefreiheit zu dokumentieren, wenn ich Zeit finde, wird der Beitrag aktualisiert und erweitert und (Gelingen vorausgesetzt) das überarbeitete „Theme“ im Themeviewer bereitgestellt. Rückmeldungen als Kommentare zum Beitrag sehr willkommen!