netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Liebeserklärung einer wissenschaftlichen Arbeit

Heute mal ein bischen „Werbung“ in eigener Sache. Im folgenden Text beschreibt mein Kollege Detlev Bieler das Projet VISION, das seit kurzer Zeit abgeschlossen ist und bei uns in Harburg als Online-Tutorial angeboten wird. Ã?ber Kommentare, Kritik, Lob usw. zu dem Angebot würde Detlev Bieler sich sicher freuen 🙂

Was es mit der Liebeserklärung einer wissenschaftlichen Arbeit auf sich hat oder VISION – Das Online-Tutorial zum wissenschaftlichen Arbeiten
An der TU-Bibliothek gibt es zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten ein neues Online-Tutorial: VISION (VIrtual Services for Information ONline). Darin geht es nicht darum, dieses umfangreiche Gebiet umfassend zu erschlagen, sondern um einen Einstieg in das Thema. Dies geschieht zunächst über eine BewuÃ?tmachung. Neben effektivem Lesen â?? hierzu gibt es eine Lesegeschwindigkeits-Simulationâ?? und richtigem Zitieren gehören dazu auch persönliche Themen wie Subjektivität in der Wissenschaft, Risikobereitschaft in der Forschung, also die menschliche Seite des wissenschaftlichen Arbeitens.

VISION besteht aus den 5 Modulen Thema Lesen, Schreiben, Publizieren und einem Wiki. In diesen Modulen soll gezeigt werden, daÃ? wissenschaftliches Arbeiten gelernt werden kann. VISION führt in das Thema Wissenschaftliches Arbeiten ein, gibt Tips zur Ã?berwindung von Lese- und Schreibhürden, zeigt Methoden des rationellen Lesens und richtigen Zitierens und Exzerpierens. Das Modul Publizieren ist dem Veröffentlichen von wissenschaftlichen Arbeiten gewidmet. Dazu gehören solche Fragen wie Urheberrecht, Open Access, Geistiges Eigentum und das Kommunizieren.

Was ist das Besondere an VISION?
Das meiste, was man zum Thema wissenschaftliches Arbeiten findet – in der Literatur, die sehr umfangreich ist und auch im Internet – wird in Form von Texten dargestellt.
Bei VISION ist das anders, hier wird der Inhalt aufwendig visualisiert, denn VISION verfolgt den Ansatz, dass nicht nur der Inhalt gut rüber kommen soll, sondern es auch SpaÃ? machen soll, sich in dem virtuellen Lernraum aufzuhalten. So soll das Lernen intensiviert werden und die Erinnerungsfähigkeit erhöht.

Die Module sind alle verschieden aufbereitet, Höhepunkt ist das sogenannte Lerntheater, hier wird der Inhalt in Szenen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ã?brigens finden Sie in VISION auch die sehr persönlichen Ergebnisse eines Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten.

Ach ja und noch:
Das Web 2.0 bei VISION
Ganz im Sinne des web 2.0 gibt es in VISON also auch ein eigenes Wiki. Es bietet die Möglichkeit, das Tutorial um aktuelle und vertiefende Informationen erweitern zu können. Dort können sie aktiv mitmachen und sich mit anderen austauschen oder gemeinsam an Texten arbeiten.

Sie können VISION erreichen unter: www.vision.tu-harburg.de
Dort erfahren sie auch, was es mit der Liebeserklärung einer wissenschaftlichen Arbeit auf sich hat.

VISION ist auch eine Ausgabe des Podcasts der TU-Bibliothek gewidmet. Hier anhören[http://www.tub.tu-harburg.de/podcast/tubcast4.mp3]

Detlev Bieler

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

5 Kommentare

  1. Schade, dass das Tutorial in Flash programmiert ist: Wenn ich zum Beispiel versuche das Wiki zu erreichen, wird nur eingeblendet „Hier sollte sich das Wiki in Ihrem Browser öffnen“. – Tut es aber nicht. Gleiches gilt für die Rubrik Literatur.
    Eine Frage an die Macher: Gibt es eine Möglichkeit an die Unterpunkte Wiki und Literatur ohne den Flash-Link heranzukommen?

  2. Die Literaturliste liegt auch im Wiki: http://www.vision.tu-harburg.de/wiki/index.php/Literatur
    Der Link im Tutorial verweist genau dorthin.

  3. Pingback: Wissenschaftliches Arbeiten - so geht es auch at Der Männerblog

  4. Dazu passt irgendwie ganz gut die Meldung, dass Brian May, Gitarrist und Songwriter von Queen, 36 Jahre nach Aufgabe seiner Promotion für eine Karriere mit Queen seine Diss in Astronomie (!, Titel „Radial Velocites in the Zodiacal Dust Cloud) doch noch abgeschlossen und am Imperial College in London eingereicht hat.

    http://www.brianmay.com/whatsnew.html

    Da muss ich die Hoffnung ja nicht ganz aufgeben, dass meine Diss auch irgendwann nochmal fertig wird (ebenfalls Astronomie 😉 … Für die beobachterische Grundlage seiner Arbeit dürften erneute Messungen im Abstand einiger Jahrzehnte (durchgeführt am Observatorium La Palma auf Teneriffa) geradezu ideal gewesen sein …

    Verteidigen wird er seine Thesen am 23. August und Fans in aller Welt werden wohl die Daumen drücken …