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bibliothekarozentrisch

Während sich noch bibliothekarische Arbeitsgruppen interdisziplinär und mit hohem Aufwand an Dienstreisen darüber abstimmten, ob eine bestimmte Internetquelle nachgewiesen werden sollte oder nicht, weil sie irgendwelchen bibliothekarischen Standards nur halbherzig entsprach, hatte sich die Quelle längst aufgelöst und ist im Cyberspace verschollen.

Nein, obwohl es so klingt, geht es in diesem Zitat aus dem Buch Suchmaschinenkunde von Rainer Strzolka nicht um Virtuelle Fachbibliotheken (ViFas), sondern um ILEKS (Internet-Lektoratsservice). Ich habe das Buch gerade in die Hände bekommen und bin noch am Rumblättern, der zitierte Satz findet sich gleich am Anfang auf Seite 35. Zum Thema Informationskompetenz liest man auf Seite 74

Vieles von dem, was wir als Informationsvermittler tun, ist faktisch Vermittlung von Informationskompetenz als Informationsdienstleistung. Für die Betrachtung der derzeitigen Situation genügen zunächst zwei Thesen:

  • These 1:
    Informationskompetenz ist eine Seltenheit
  • These 2:
    Der durchschnittliche Bibliothekar erschrickt, wenn er angesprochen wird.

Neben diesen beiden Beispielen informiert das Buch – soweit ich es bis jetzt gebrowst habe – sehr ausführlich über Suchmachinen und -strategien, Techniken, die zitierten „Stellen“ fielen mir nur ziemlich schnell ins Auge.
Mein erster Eindruck: Lesebefehl 🙂

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar