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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Onleihe.de – jetzt ohne 2.0

Die Pressearbeit war erfolgreich: Da wurde auf der Website des Bayerischen Rundfunks mit der Ã?berschrift „Bibliothek 2.0 – Die Bücherei der Zukunft“ gejubelt:

Stellen Sie sich vor, am Sonntagmorgen regnet es Bindfäden und Sie würden gerne etwas Spannendes lesen, hören oder sehen. Dann nichts wie ran an den Computer und einloggen unter www.bibliothek-digital.net. Dort erfahren Sie, wie Sie rund um die Uhr in Ihrer Stadtbücherei digitale Medien bestellen können. Und das Beste daran: Die Rückgabe und eventuelle Strafgebühren entfallen.

Da setze ich mich natürlich gerne an den Rechner, stöbere in den E-Books und mache es mir mit dem Laptop auf dem Sofa bequem, vielleicht habe ich ja sogar WLAN, dann stören die Kabel nicht so… Ich möchte doch gerne mal einem Menschen begegnen, der so etwas tatsächlich macht, statt zu einem Buch oder einer Zeitschrift zu greifen. Den Artikel kann man natürlich auch grandios falsch verstehen, wie hier demonstriert, da wird Mella sicher auf der Website des Anbieters ihre Stadt als nächsten Käufer vorschlagen.
Ich habe nichts gegen E-Books, aber der Hype für DRM-geschützte Medien gefällt mir gar nicht. Wir haben hier in netbib diverse Artikel zur Rolle von DRM in Bibliotheken.

In Würzburg seien die Nutzer öffentlicher Bücherhallen zu 70 Prozent unter 40 Jahre, so Hannelore Vogt, Leiterin der Stadtbücherei Würzburg. „Junge Nutzer nutzen das Web 2.0 und erwarten von uns zu Recht auch die ‚Bibliothek 2.0′“, so Vogt, die dreimal hintereinander das deutsche Bibliotheksranking gewann.

Allerdings hat inzwischen auch der Anbieter eingesehen, dass DRM-geschützte Medien absolut nichts mit dem Begriff Bibliothek 2.0 zu tun haben und – wie angekündigt – den alten Spruch (Bibliothek 2.0 – der Sprung in die digitale Medienwelt) mit dem sich ja offensichtlich gut Marketing betreiben liess) von der Website verbannt.
Ich bin ja gespannt, welche Bibliothek sich als nächste vor den Karren spannen (Rainer Sladek in telepolis) lässt…
In Kürze folgt noch ein Praxistest.

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

13 Kommentare

  1. Hallo Herr Stabenau,

    zwei Anmerkungen zu Ihrem Blogeintrag – Sie schreiben:

    „Ich bin ja gespannt, welche Bibliothek sich als nächste vor den Karren spannen lässt…“

    Finden Sie diese Bemerkung nicht etwas unfair gegenüber den Kolleginnen und Kollegen aus den öffentlichen Bibliotheken? Meinen Sie nicht, dass in diesen Institutionen eine Menge heller Köpfe sind, die sehr wohl autonom und fachlich fundiert entscheiden können, welche Angebote sinnvoll, weil kunden- und zukunftsorientiert sind, und welche nicht? Würden Sie sagen, die New York Public Library, eine der führenden ÖBs weltweit, hat sich vor einen Karren spannen lassen, weil sie ein digitales Ausleihangebot anbietet? Was mich dabei sehr wundert: Die meiste Kritik an dem Angebot der Onleihe kommt nicht aus den öffentlichen Bibliotheken, die sich ja für oder gegen das Angebot entscheiden können, sondern von Vertretern wissenschaftlicher Bibliotheken, mit ihrem ganz anderem Hintergrund, Zielgruppen und Rahmenbedingungen. Haben Sie dafür eine Erklärung?

    Und mit Verlaub, wenn Sie polemisch schreiben:

    „Ich möchte doch gerne mal einem Menschen begegnen, der so etwas [ein E-Books ausleihen, Anm.d.Verf.] tatsächlich macht, statt zu einem Buch oder einer Zeitschrift zu greifen.“

    …wundert eine solche Aussage gerade von einem Netbib-Blogger sehr. Müssen wir bei Gelegenheit der Onleihe wirklich auf den Stand der E-Book-Diskussion a la „Dickens möchte ich aber lieber als Buch lesen“ zurückfallen? Ich denke, da sind wir in Anerkennung des sich verändernden Medienverhaltens doch schon weiter. E-Books mit qualitätsgesicherten Inhalten von hochwertigen Verlagen zu spezifischen Themen, Volltext-durchsuchbar, sind eine effektive Informationsquelle für konkrete Sachfragestellungen, sei es zu beruflichen Fragen, IT-Themen und vielem mehr. Mittlerweile gibt es auch schon E-Books, die die Möglichkeiten des Mediums gezielt erweitern und nutzen, wie zum Beispiel einige Titel des Reise Know Verlags, bei denen ich z.B. eine Phrase in russisch als Text angezeigt bekomme, aber mir auch per Mausklick in der korrekten Aussprache vorlesen lassen kann.

    Und wenn Sie, wie Sie sagen, einem E-Book-Nutzer mal begegnen wollen: Die Kollegen in Hamburg, Köln, Würzburg und München helfen Ihnen, unter Berücksichtigung des Datenschutzes, sicher gern weiter – dort gibt es jeweils eine ganze Menge dieser Klientel.

    Mit freundlichem Gruß
    Christian Hasiewicz, DiViBib GmbH

  2. „Die meiste Kritik an dem Angebot der Onleihe kommt nicht aus den öffentlichen Bibliotheken, die sich ja für oder gegen das Angebot entscheiden können, sondern von Vertretern wissenschaftlicher Bibliotheken, mit ihrem ganz anderem Hintergrund, Zielgruppen und Rahmenbedingungen. Haben Sie dafür eine Erklärung?“ – Wer gibt schon gerne zu, dass er übertölpelt worden ist? – Wie erklären Sie sich, dass die meisten Befürworter der Onleihe nicht aus öffentlichen Bibliotheken sondern von DiViBib GmbH kommen?

  3. Hach, es geht doch nicht darum ob E-Books nun gut oder schlecht sind – es geht darum, dass das Konzept der Ausleihe von physischen Inhaltsträgern – sprich gedrucktes Papier – auf die elektronische Variante übertragen wird. Mit all den Vor- und Nachteilen, die diese Öbertragung in sich birgt.
    Wenn der Spiegel auf gedrucktem Papier im der Bibliothek ausgeliehen ist und dieser nur einmal vorhanden ist dann kann ich als Nutzer das nachvollziehen. E-Books, also Dateien, nun dem gedruckten Pendant gleichzusetzen ist in meinen Augen kein Fortschritt – selbst wenn der Gesetzgeber das leider ja auch nicht besser regelt, siehe Leseplätze entsprechend der Totholzvarianten.
    Es ist schlicht lächerlich, wenn die Bibliothek nur eine Ausgabe des Spiegels online zur Verfügung stellt, andere Nutzer einen Tag warten müssen um diese zu bekommen und sich dann möglicherweise fragen wo der Vorteil in diesem System liegt außer dass die Inhalte nun online zur Verfügung stehen. Und diese eventuell auf der Webseite sowieso sofort zugänglich sind. Wenn selbst eine DRM-geschützte Datei – die theoretisch in Xfacher Menge zur Ausleihe zur Verfügung stellen könnte, da das DRM dafür sorgt dass die Datei nach einiger Zeit unbrauchbar wird – so behandelt wird wie die Papierausgabe – wo ist da der Forschritt der dem System innewohnen soll?

  4. Hallo Herr Hasiewicz,

    “Ich bin ja gespannt, welche Bibliothek sich als nächste vor den Karren spannen lässt…”

    Das war ein Zitat aus dem Telepolis-Artikel, eigentlich ging es mir darum, etwas über Fehlermeldungen beim Download bei divibib zu finden (hier übrigens eine Erklärung für den bei mir aufgtretenen Fehler, von 2001), dadurch bin ich auf das Jubelstück des BR gestossen, was mich wiederum zum Posting veranlasst hat 😉

    Die meiste Kritik an dem Angebot der Onleihe kommt nicht aus den öffentlichen Bibliotheken, die sich ja für oder gegen das Angebot entscheiden können, sondern von Vertretern wissenschaftlicher Bibliotheken, mit ihrem ganz anderem Hintergrund, Zielgruppen und Rahmenbedingungen. Haben Sie dafür eine Erklärung?

    Ich könnte mir vorstellen, das es evtl. daran liegt, das bei den WB-Kollegen schon eine lange Zeit der Erfahrung mit diesen Medien und die Erinnerung an die Einführung (und jetzige Nutzung) der E-Books eine Rolle spielen könnte…
    Ganz interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Erfahrungen von mobipocket-Nutzern mit ihrem Anbieter, die gerade auf medinfo beschrieben wurden.

    “Ich möchte doch gerne mal einem Menschen begegnen, der so etwas [ein E-Books ausleihen, Anm.d.Verf.] tatsächlich macht, statt zu einem Buch oder einer Zeitschrift zu greifen.”
    …wundert eine solche Aussage gerade von einem Netbib-Blogger sehr. Müssen wir bei Gelegenheit der Onleihe wirklich auf den Stand der E-Book-Diskussion a la „Dickens möchte ich aber lieber als Buch lesen” zurückfallen? Ich denke, da sind wir in Anerkennung des sich verändernden Medienverhaltens doch schon weiter.

    Ich habe sehr lange Erfahrungen mit E-Books, ich habe damals das Rocket-eBook getestet, Bücher auf dem PDA benutzt (nicht gelesen!), unsere eigenen E-Books und auch die Divibib in Hamburg getestet. Für die von Ihnen genannten Zwecke der Volltextsuche etc. sind e-books sicher eine prima Sache. Diverse unserer Nutzer bevorzugen aber meist die gedruckten Fassungen…
    Ich habe auch (leidvolle) Erfahrungen mit DRM: Bei iTunes gekaufte Musik funktionierte nicht mehr auf dem neuen Rechner und Versuche, ein Buch und einen alten Spiegel in Hamburg auszuleihen haben nicht geklappt.

    Und wenn Sie, wie Sie sagen, einem E-Book-Nutzer mal begegnen wollen: Die Kollegen in Hamburg, Köln, Würzburg und München helfen Ihnen,

    Danke, aber ich kenne Nutzer (s.o.), ich wuerde nur gerne mal einen kennenlernen, der sich an einem Sonntagmorgen, an dem es es Bindfäden regnet, sich an den Rechner setzt und in der divibi recherchiert, weil er oder Sie gerne etwas Spannendes lesen, hören oder sehen wollen.
    Wenn man andere KollegInnen nach der Nutzung von E-Books fragt, hört man oft so etwas wie „Man muesste doch wohl noch etwas mehr Werbung dafür machen…“. Ich glaube eigentlich nicht daran, dass es nach Einführung bei den ÖBs anders laufen wird.
    Vielleicht sollten die ÖBs auch einfach mal auf die Nationallizenzen hinweisen, ist auch ein prima Angebot…
    Schönen Gruss aus der Hansestadt Lüneburg!

  5. „E-Books mit qualitätsgesicherten Inhalten von hochwertigen Verlagen zu spezifischen Themen, Volltext-durchsuchbar, sind eine effektive Informationsquelle für konkrete Sachfragestellungen, sei es zu beruflichen Fragen, IT-Themen und vielem mehr.“

    Zu diesem Thema würde mich interessieren wie es mit der Kopierbarkeit einzelner Artikel oder Seiten aus so einem Ebook aussieht. Bei einem analogen Medium kann ich problemlos und völlig legal die Seite auf einen Kopierer oder Scanner legen und eine Kopie für den privaten Gebrauch machen. Geht das trotz DRM hier auch?

  6. Herr Spließ, der Begriff Totholz ist NSDAP 2.0

  7. Wenn Sie meinen, allerdings ist Papier totes Holz und Totholz ist – wie man der Wikipedia entnehmen kann – halt nicht lebendig: http://de.wikipedia.org/wiki/Totholz
    Andererseits: http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz.

  8. Na sowas, sind wir so schnell bei Godwin angelangt, Herr Schaper?

  9. Nicht schnell genug. Ich wollte diesen Kommentar schon zu Ihrem Beitrag vom 13.02.2005 schreiben. (Als Sprachkritik. Nicht als Beitrag zur Diskussion über Onleihe.)

  10. Grundversorgung:
    Fakt ist nunmal das weit über 90% der Haushalte mit Internetzugang ein Microsoft-System benutzen – deswegen war es die logische Konsequenz hiermit anzufangen.
    Nicht mit Apple und nicht mit Linux – die wirklich nur einen kleinen
    %-Satz der User ausmachen. Das diese beiden Systeme in Zukunft
    integriert werden (müssen) steht außer Frage und war schon immer so
    angedacht. Nur eine kleine Gegenfrage – welcher Verkäufer würde bewußt ein neues Angebot mit einer Zielgruppe von 3% wählen, wenn er 97% erreichen kann?

    Zum vielbejammerten DRM:
    Ohne DRM geht es nunmal nicht! Büchereien verleihen Medien – sie
    verschenken Sie nicht.
    Das ist auch in der physischen Welt so – wenn man in einer Bücherei ein Medium entleiht muss man es nach Ablauf der Leihfrist abgeben.
    Das DRM sichert in dem Fall zum einen das Urheberrecht (das auch in der digitalen Welt existiert), als auch die automatische Rückgabe der
    Medien.
    Ein Riesenvorteil für Nutzer ist hierbei auch die automatische
    Rückbuchung der Medien – es fallen keine Säumnisgebühren an.
    Apple benutzt btw auch eine Rechteverwaltung und es gab Bemühungen auch den IPod bereits zum Start als fähiges Abspielgerät zu ermöglichen, aber Apple sperrt grundsätzlich eine Offenlegung Ihres DRMs … aus einem
    einfachen Grund: Apple will verkaufen und nicht ausleihen.
    „Microsoft böse – Apple gut“? Gut joa … für Leute mit Geld.

    Natürlich gibt es andere Lizenzmodelle die auch durchgesprochen
    wurden. Eine Ausleihe on demand. Es würd eine unbegrenzte Zahl an Medien geben. Bei einem Klick auf die Ausleihe würde dann ein Pauschalbetrag an den Verlag fällig. Das ist sicherlich eine elegante Lösung, da entliehene Medien und „Leere Regale“ in der Virtuellen Stadtbücherei nicht
    vorkommen würden. Es geht allerdings komplett an der Realität vorbei.
    Dieses Lizenzmodell wäre von den Kosten für keine Bücherei
    kalkulierbar.

  11. Die Frage ob es ohne DRM geht oder nicht ist unmöglich zu beantworten wenn es keine Angebote gibt, die ohne DRM auskommen…
    Richtig – wenn die Leihfrist eines Buches abläuft, dann muss man es zurückgeben. Sicherlich ist das für ein digitales Angebot auch entsprechend umzusetzen. Keine Frage – inwieweit aber – und das ist ein Kritkpunkt, der zur eigentlichen Kernproblematik zurückführt – ist es ratsam und pfleglich eine Adaption der physikalischen Welt auf die digitale zu übertragen? Patrick Danowski schrieb damals in seinem Blog – http://www.bibliothek2null.de/2007/07/17/onleihe-im-dialog/:

    Ich habe ein Medium, das auch nur von einer Person gelichzeitig genutzt werden kann, dies ist in meinen Augen keine Revolution mehr. Sondern eine 1:1 Öbertragung des Status Quo in den Bereich des Digitalen und dies ist eigentlich nicht viel mehr als die Einführung eines neuen Trägermediums, das sich nur ein wenig leichter verschicken lässt.

    Eine digitale Revolution, der Begriff ist ja kürzlich noch verwendet worden, ist aber mehr als nur eine Öbertragung von analogen Gewohnheiten in eine digitale Umgebung. Soziale Features wie das Bewerten von Rezensionen, das Erstellen von eigenen Wunschlisten, möglicherweise gar das Exportieren dieser Listen aus dem System nach Delicious, FURL oder Connotea und ebenso die Einbindung von Katalogdaten in den Dienst sowie eine Menge von anderen Funktionen die bei Social Software vorhanden sind – dies alles fehlt. Noch?

    Wenn Benutzer feststellen das die Hörbücher mit diesen weit verbreiteten Geräten, eben nicht funkioniert, werden Sie sich an die Aufforderungen von Steve Jobs erinnern.

    Schrieb Patrick dann noch und natürlich hat auch Apple ein DRM, richtig. Dass sollte man natürlich nicht vergessen – aber Apples iTunes ist mit eines der am meist genutzten Programme und der iPod – der gerade mal wieder ein Update erfahren hat – ist in der Zielgruppe die erreicht werden soll, also diejenigen die laut Herrn Behrens die dann die Bibliothek nach einer gewissen Zeitspanne NICHT mehr nutzen, eben präsenter als Microsofts Zune.
    Eben diese Zielgruppe aber wird sich kaum dazu durchringen ein Angebot wahrzunehmen, dass DRM-Angebote hat wenn sie doch damit aufgewachsen sind dass die Medien, die sie interessieren ohne DRM im Netz kostenlos angeboten werden – natürlich dann illegal, aber mit dem Vorteil dass die Dateien überall abspielbar sind.
    Diejenigen, die nicht so vertraut mit dem Web sind oder deren Skrupel zu groß sind um sich Medien aus dem Netz auf illegale Art und Weise zu ziehen werden natürlich das Angebot der DiViBiB nutzen. Die eigentlich relevante Zielgruppe aber erreicht man dadurch vermutlich kaum – dazu braucht man auch ein attraktives Angebot von Musik-CDs, mit Klassik lockt man keinen Jugendlichen hinter der Tastatur hervor.
    Die eigentlichen Ziele mit denen man damals an die Öffentlichkeit trat waren der Anspruch, das Web 2.0 in die Bibliothek zu bringen – die Bibliothek 2.0 also zu schaffen und damit ist man offenbar zu voreilig gewesen; wenn man selbst den Begriff aus dem Header entfernt hat sagt dies schon Einiges aus.
    Dass im Endeffekt die Benutzer mit den Füßen abstimmen werden heißt ja nicht unbedingt, dass man dadurch das bessere Produkt geschaffen hat siehe VHS/Beta…

  12. @Darkmetatron

    Die jeweiligen Nutzungsbedingungen der E-Books werden von den Verlagen festgelegt. Bei einem Großteil der in der Onleihe erhältlichen E-Books ist das Ausdrucken ebenso wie das Öbertragen per Copy & Paste in ein anderes Dokument gestattet.

    Mit freundlichem Gruß
    Christian Hasiewicz

  13. „Fakt ist nunmal das weit über 90% der Haushalte mit Internetzugang ein Microsoft-System benutzen – deswegen war es die logische Konsequenz hiermit anzufangen.“

    Jaja, das beliebte Argument mit der Mehrheit…
    Ich frag mich, ob Leute, die ausschließlich für bestimmte Plattformen entwickeln (das ist dann ja meist Microsoft) schonmal was von Plattformunabhängigkeit gehört haben. Dass diese möglich ist, beweist z.B. Java. Allerdings entwickeln diejenigen, die DRM pushen (gerade Microsoft und Apple) natürlich nicht in Java.
    Nicht nur in Sachen DRM ist es ein riskantes Unterfangen, sich auf einen Hersteller festzulegen. Aber das scheint noch nicht in allen Köpfen angekommen zu sein. Durch die Festlegung auf ein bestimmtes DRM-System verbaut man sich doch automatisch bestimmte Kompatibilitäten – das ist ja sogar Sinn der Sache: man soll die Inhalte doch gerade nicht auf beliebigen Endgeräten einsetzen können. Entsprechend groß wird der Aufwand sein, wenn doch mal Linux und Apple-Nutzer bedient werden sollen. Und dann wird man sich wieder fragen, ob dieser Aufwand für eine solche Minderheit nicht doch zu groß ist…