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2007 – das Jahr der Fantasy im Buchhandel?

Sogar die „wahren“ Kriminalgeschichten der Andrea Schenkel werden ja mit dem Mitteln des fantastischen Schauerromans erzählt; das schriftstellernde Ehepaar wiederum, das sich hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt, hat sein Handwerk gleich in der Fantasy-Fan-Fiction gelernt. Und prinzipiell unterscheidet sich das Setting von Lorentz-Bestsellern wie „Die Kastellanin“ von dem der fantastischen Tintenwelt der Cornelia Funke nicht. Gewitzte Geister behaupten deshalb bereits, die Literatur käme erst mit der Fantastik recht zu sich selbst, indem sie sich im Wettstreit mit den Bildmedien vom Konzept Mimesis löse und offenherzig in jene Traumreiche emigriere, die unter dem Firnis noch eines jeden realistischen Romans verborgen lägen.

So Wieland Freud in der Welt.

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