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CHE-Ranking Universitätsbibliotheken im Bereich Geisteswissenschaften

Die Unibibliothek Tübingen macht via idw-online und die Unibibliothek Greifswald (via MVregio) teilen mit, dass sie Spitze sind. Wo? Im CHE-Ranking „Universitätsbibliotheken für Geisteswissenschaften aus der Sicht der Studierenden“, welches als PDF-Dokument online verfügbar ist.

4 Kommentare

  1. Was Mannheimer Studenten vom CHE halten, kann man hier nachlesen …
    http://www.bib.uni-mannheim.de:8080/blog/?p=260#comments

  2. Die Studenten der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin Hellersdorf rufen zum Boykott auf: http://asta.asfh-berlin.de/ (Dort auch weiteres Material.)
    Erwartungsgemäß sind Bibliothekare wohl wieder die letzten Getreuen, die zu der Bertelsmann-Stiftung stehen. Die Staatsanwaltschaft betrachtet die vorgebliche Gemeinnützigkeit zumindest in Bezug auf das Handeln einzelner Personen kritischer. Weidenfeld vom von der Bertelsmann-Stiftung in beträchtlichem Maße unterstütztem CAP in München wehrte einen Strafbefehl wegen seiner Form der Spesenabrechnungen durch die gütliche Zahlung von 10 000 € ab; sein Vorstandsmandat legt er – in gegenseitigem Einvernehmen… – zum Monatsende nieder.
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,512686,00.html
    Weitere Bertelsmann-kritische Informationen und Materialien (auch CHE): http: //www.bertelsmannkritik.de

  3. „Erwartungsgemäß sind Bibliothekare wohl wieder die letzten Getreuen, die zu der Bertelsmann-Stiftung stehen“
    Die Aussage ist sehr merkwürdig und nicht nachvollziehbar. Das CHE führt die Umfragen unter Studierenden und Professoren durch – die Bibliothekare haben damit überhaupt nichts zu tun. Dass Bibliotheken, die im Ranking gut abschneiden, dies auch publik machen, ist ihnen wohl kaum zu verübeln – das Gegenteil wäre eher bedenklich. Dies wäre übrigens auch meine Meinung, wenn wir (UB Bielefeld) im CHE-Ranking nicht so gut abgeschnitten hätten. Rankings sind eine gute Möglichkeit, um etwas über die „Leistungsfähigkeit“ einer Uni/Bibliothek zu erfahren – sowohl für die Mitarbieter in der Uni, als auch für die Studierenden. Schließlich können die Studierenden auch erwarten, dass sie für ihre Studiengebühren entsprechende Gegenleistungen erhalten.

  4. Ich lese den Bielefelder Kommentar erst heute, deswegen pardon für den Verzug bei Antwort!
    Die Argumentation ist zirkulär: Die Möglichkeit des Studiums ohne Studiengebühren war eine Errungenschaft der Bundesrepublik (die Bildungsexpansion war dabei ebenso eine Wertfrage – soziale Bildungsgerechtigkeit – als auch ökonomisch vernünftig). Ein vorhandener Konsens musste zerstört werden. Dies erfolgte unter anderem durch das CHE, eines der Kinder der Bertelsmann-Stiftung, die ihre Projekte als gemeinwohlorientiert verkaufen. Im Bereich der Studienbeteiligung zeigt sich bereits jetzt die verstärkte Benachteiligung unterer sozialer Schichten. Nun haben wir das Ergebnis (ich verkürze!) dieses Handelns von CHE & Co., nämlich Studiengebühren, ausgewählte Studenten (an den privaten Hochschulen noch mehr als an den allgemeinen Universitäten heißt das: die kennen die „feinen Sitten“, eine Erleichterung bei der Berwerberauswahl für die Arbeitgeber, weil man weiß, wie die „ticken“, schlicht: Schließung der Klassengrenzen) – jetzt also müssen Universität(sbibliothek)en sich einem Ranking mit betriebswirtschaftlichen Kategorien unterwerfen, damit die Studenten für ihre Gebühren etwas zurückerhalten?
    Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) hat jetzt auch zu einem Boykott aufgerufen: http://www.fzs.de/show/150675.html