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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Amazon-Ebook-Reader eine Totgeburt

Faktisch also ist dies eine Art Ipod Touch für Bücher. Nur: Wo ist der Sex-Appeal, der SpaÃ?, den der Touch (und das Iphone) vermitteln? Und wer ist so heiÃ? auf ein Buch, dass er es stante pede lesen will?

In den USA stellte Amazon jetzt den hauseigenen Ebook-Reader namens Kindle vor, der – nun – Bücher und Zeitungen anzeigen kann und sich per Internet in den Amazon-Shop einloggen kann. Nach den Photos zu urteilen war selbst das Rocketbook ein Ausbund der Schönheit dagegen. Thomas Knüwer hat sich so seine Gedanken über das Teil gemacht. Sie sind nicht positiv, das schon mal vorweg.
Wobei – der Preis von knapp 400 Dollar schreckt dann noch doppelt ab, heutzutage liest man doch seine Texte sowieso eher auf dem PDA, oder?

4 Kommentare

  1. Vgl. auch hier. 😉
    Ehrlich gesagt mußte ich über Herrn Knüwers Beitrag doch sehr die Stirn runzeln. Hat er sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt? Kennt er den Unterschied zwischen Newsweek und Business Week? Weiß er was DRM ist? Weiß er was E-Book-Standards sind? Stört ihn an dem Gerät überhaupt irgendwas außer das es blöd aussieht (ja, das ist der Fall) und E-Book-Reader nie erfolgreich sein werden, weil sie es bisher nicht waren? (Komischer Schluß.)
    Nein, die erste Frage ziehe ich wieder zurück — eigentlich scheint er sich nicht nur nicht mit dem Thema E-Book-Reader beschäftigt, sondern nicht mal Levys Artikel gelesen zu haben.

  2. Ach, hier noch ein schöner Hinweis auf Amazons benutzerfeindliche Lizensierung der E-Books für den Kindle: Richard Akerman.

  3. Offenbar hat ihnen der hohe Preis als Verkaufshindernis noch nicht gereicht. Das Gerät könnte glatt als „Nichtmarbarkeitsstudie“ konservativer Verleger durchgehen.

  4. Danke Lambert, für den Hinweis auf den Artikel von Akerman. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Die unmögliche Kindle-Lizensierungspolitik erübrigt so die weitere Diskussion über dieses Teil.

    Und Christian, mit dem letzten Satz deines Postings hast du ja auch aufgezeigt, dass, wer gerne Texte elektronisch lesen möchte (so er oder sie es denn will), mit einem PDA bestens ausgerüstet ist und dabei noch sehr viel mehr damit anstellen kann.