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Aufhänger von Steven Levys neuem langen Artikel Amazon: Reinventing the Book in der aktuellen Ausgabe von Newsweek ist die Ankündigung des neuen E-Book-Readers Kindle vom US-Amazon. Der Artikel behandelt aber im Grunde die Zukunft des Buchs, des Lesens und des Schreibens. Dabei werden etliche Statements und Personen zitiert, die regelmäÃ?igen netbib-Lesern bekannt vorkommen dürften. Dennoch: Lesenswert!

Zwei Details, eines die Technik und eines das Geschäftsmodell betreffend, seien noch nachgetragen bzw. präzisiert:

  1. Der Kindle ist nicht wie der iRex iLiad per WLAN, sondern per EVDO mit dem Internet verbunden. EVDO ist ein technisch etwa mit UMTS vergleichbares Breitband-Mobilfunk-Netz, spielt in Europa aber keine Rolle.
  2. US-Amazon bietet bereits seit zwei Jahren Amazon Upgrade an, das optionale Hinzukaufen des elektronischen, DRM-geschützten Volltexts bei einer Amazon-Buchbestellung. Diese Upgrade-Funktion war hier im Zusammenhang mit Amazons „Yor Media Library“ schon mal kurz erwähnt worden.

Wer Levys ziemlich positiv gestimmten Artikel gelesen hat sollte, quasi als Gegengift, auch noch David Rothmans kritische Nachfragen zur Kenntnis nehmen. (Nein, diesmal nicht der Medizinbibliotheks– sondern der gleichnamige TeleRead-Blogger.)

Und passend zum Thema erinnerte Christian Imhorst gerade in seinem Weblog an Umberto Ecos Lob des gedruckten Buchs und daran, warum Autoren — (noch) im Gegensatz zu den meisten Verlagen — an der freien elektronischen Zugänglichkeit ihrer Werke interessiert sind.

Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

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