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Proteste gegen SchlieÃ?ung von Bibliotheken

infobib berichtet kurz von Protesten gegen die SchlieÃ?ung der Kurt-Tucholsky-Bibliothek im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und das IBI-Weblog berichtet ausführlich über die Proteste gegen die SchlieÃ?ung der Jerusalem-Bibliothek, die Zentralbibliothek für Kinder und Jugendliche im Bezirk Mitte.

2 Kommentare

  1. Die Initiative zum Erhalt der Jerusalem Bibliothek hat eine wirklich beachtliche Seite (weblog). Zu den Materialien gehört auch eine konzise Darstellung von Schuldt über die sozialen Funktionen von kleineren ÖB. http://bibliothek.blogsport.de/images/dieOEBundihrUmfeld.pdf
    Richtig verweist er auf die wichtige Funktion von Bibliotheken als öffentlicher Raum; diese Wirkungen würden in deutscher bibliothekswissenschaftlicher Literatur zu wenig dargestellt. Ceterum censeo: aber eine Möglichkeit, diese Wirkungen von Bibliotheken als öffentlicher Raum und in diesem einem breiteren Publikum zu vermitteln, scheint mir die in Hamburg 2013 geplante Bauausstellung IBA zu sein (zumal dort das Thema Bildung Schwerpunkt ist). Bereits jetzt gibt es durch die Thematisierung von Bildungsthemen im Rahmen des Programms der sozialen Stadtteilentwicklung ‚Lebenswerte Stadt‘ Entwicklungen, die auch überregional beachtet werden sollten. So wird in einem in Barmbek-Süd geplanten ‚Community Center‘ die örtliche Bücherhalle Dehnhaide in dessen programmatischen und institutionellen Zusammenhang eingebunden. Wilhelmsburg – Austragungsort der IBA – ist dabei im Verständnis der Initiatoren und auf Senatsebene ein Testfeld, um unter den Ausnahmebedingungen der IBA wegweisende Entwicklungen für Bildungsinstitutionen im Zusammenhang sozialer Stadtteilentwicklung einzuleiten (fachbehördenübergreifende Kooperation; Netzwerkbildung im Umfeld von Bildungsinstitutionen). All dies wird von bibliothekswissenschaftlicher/bibliothekarischer Seite viel zu wenig beachtet, geschweige denn unterstützt.
    (Eine Unterstützung mit allenfalls mittelfristigen Wirkungen; für die bitteren Berliner Entwicklungen dürfte dies aktuell wenig nützen.)

  2. Maikatze berichtet von Benutzerumfragen in Neukölln. Bemerkenswert, dass scheint’s die Nicht-Benutzer mit einbezogen werden sollen, die ja sonst gerne als Zielgruppe von Umfragen außen vor gelassen werden.