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OSI-Bibliothek in die FU-UB einzugliedern?

Die Bibliothek des Otto-Suhr-Institutes, mit ca. 555.000 gebundenen Bänden, etwa 101.800 Mikroformen und mehr als 900 laufenden Periodika eine der gröÃ?ten politikwissenschaftlichen Spezialbibliotheken der Bundesrepublik [aus der Homepage], ist laut dem Berliner Tagesspiegel in Gefahr: Ein Papier der UB-Leitung vom August 2007 sieht die Eingliederung als Option vor, wobei dem Vernehmen nach Dubletten ausgesondert und nach Wilna (eigentlich Vilnius, Litauen. Zuerst hatte ich es WeiÃ?russland zugeordnet, s. Kommentar) gegeben werden sollen. [herzlichen Dank für den Hinweis nach Berlin]

5 Kommentare

  1. Wilna liegt also in Weißrussland. So, so 😉
    Nichts für ungut, aber hier was zum Hintergrund dieser ehrenwerten, jetzt die Weißrussen aus dem litauischen Exil beglückenden Einrichtung:
    http://www.belarusnews.de/politik1220-0.html

  2. Danke für die Berichtigung, Vilnus hätte ich gleich zugeordnet, mit Wilna hatte ich offensichtlich meine Schwierigkeiten! Und Dank auch für den Link!

  3. Nichts für ungut, aber es heißt Vilnius 😉
    Wilna ist ja nur die früher im Deutschen gängige und im Polnischen immer noch aktuelle Bezeichnung, die mir als ehemals polonophilem Menschen immer noch geläufiger ist. Daher musste ich stutzen 😉 Litwo, Ojczyzno moja. Ty jestes jak zdrowie …

  4. Bibliotheksnutzer profitieren meist von der Eingliederung von Fachbereichsbibliotheken in übergeordnete Strukturen, vor allem, was die Zugänglichkeit der Medien betrifft (Öffnungszeiten, technische Ausstattung/Kopiermöglichkeiten, keine Sonderausleihkonditionen für Institutsmitarbeiter, Arbeitsplätze, Möglichkeit interdisziplinären Arbeitens, kürzere Wege). Die neue Philologische Bibliothek der FU ist ein Beispiel dafür. Das Projekt der Europäischen Humanistischen Bibliothek für Weißrußland in Vilnius ist m.E. überaus unterstützenswert. Das würde auch der von Frau Moss weiter oben zitierte Adam Mickiewicz so sehen, der schließlich auch in Weißrussland geboren wurde und von den Weißrussen als „ihr“ Nationaldichter verehrt wird

  5. @AG: Profitieren die Benutzer wirklich? Stimmt das Beispiel der Philologischen Bibliothek? – Denn schließlich ist die OSI-Bibliothek keine kleine Klitsche wie die mancher Institutsbibliotheken in Dahlem (meine liebste Anekdote: In irgendeiner Villa war im EG die Bibliothek untergebracht, die gesuchte Systematikgruppe war aber nicht aufzufinden, doch – siehe da! – neben der Verandatür hing ein Schlüssel mit dem Zettel „Systematikgruppen x – y befinden sich in der Garage“), sondern eine Fachbereichsbibliothek wie die Philologische Bibliothek auch. Der Vergleich wäre dann gelungen, wenn man forderte, dass auch die Bestände der Philologischen Bibliothek in den Bestand der UB eingearbeitet werden solle (kann man das tolle Gebäude nicht an Wirtschaftsberater vermieten? ;-)). Und die Versorgung von Benutzern in UBs ist nicht zwangsläufig besser, wenn diese einen Ausleihbestand hat. Wenn das Buch in der UB ausgeliehen und mehrfach vorbestellt ist, nutzt den Benutzern eine längere Öffnungszeit auch nicht wirklich.