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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Der „Hölle“ entkommen

Am Ende des spanischen Bürgerkrieges (1936-1939) wurden die persönlichen Bibliotheken republikanischer Autoren, u. a. Max Aub und Gómez Nadal, durch die siegreichen Faschisten beschlagnahmt (man könnte auch das Wort „geraubt“ gebrauchen). Sie landeten in den dunklen Winkeln der Universität Valencia. Die Bestände sind durch Ex-Libris und Widmungen auf ihre früheren Eigentümer zurückzuführen. Es finden sich darunter auch Erstausgaben von Gide und Breton.

Ebenfalls in den Beständen finden sich Bücher aus den Bibliotheken der „Volkshäuser“ und der anarchistischen Vereinigungen CNT und FAI. Unter den gezeigten Büchern sind auch Werke deren Einband durch John Heartfield gestaltet wurden.

Zu finden in den Räumen der Universität Valencia.

Via Levante-EMV.es

Autor: OS

Stephan Orti von Havranek (Jahrgang 1958) sieht als Dokumentar er gelegentlich die Dinge anders ein Bibliothekar. Er versucht u. a. spanische Informationsquellen auszuwerten.

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