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Onleihe: Weitere NRW-Bibliotheken lassen sich über den Tisch ziehen

Die Westdeutsche Zeitung berichtet über die Entscheidung von neun Bibliotheken im Kreis Mettmann, die Onleihe einzusetzen. Kein Wunder, das Land übernimmt 50 % der Kosten (rund 135.000 Euro schätzt die Verwaltung). So positiv die Resonanz in den meisten Stadtbüchereien auch ist, so kritisch sieht es Ratingens Büchereileiterin Erika Münster-Schroer. Nach langen Ã?berlegungen im Mitarbeiterteam und Verwaltungsvorstand sei man übereingekommen, sich nicht an DiViBib zu beteiligen. â??Wir halten dieses Internet-Modell für nicht so günstig. Es entfallen pro Jahr und Stadt rund 7000 Euro an Lizenzkosten. Und es ist nicht attraktiv genug, denn es gibt schon eine Menge Medien â?? zum Beispiel Lexika â?? bei anderen Internetportalen gratis oder günstiger.â?? Auch sei die DiViBib-Verwertung in vielen Bereichen nicht aktuell. â??Einen neuen Harry Potter bekommt man dort nicht.â?? Zum anderen mag Erika Münster-Schroer auch nicht an den körperlosen Bücherkunden denken. â??Es reicht doch, wenn die Menschen für Online-Recherchen vor dem Computer sitzen. Dann muss es nicht auch noch das Lesen sein. Büchereien sind schlieÃ?lich Orte, in denen Kommunikation stattfindet.â??

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