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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Ein Bibliothekar lieferte die Masterliste zur Bücherverbrennung

Ein gewisser Wolfgang Herrmann hatte die Vernichtungs-Liste zusammengestellt, ein Bibliothekar und NSDAP-Mann von gerade mal 29 Jahren.

Aus einer Rezension der Welt zur Bücherverbrennung. – Wie wir wissen, hat dieser Bibliothekar schlampig gearbeitet und Oskar Maria Graf hat dagegen protestiert …

3 Kommentare

  1. passend hierzu ein Artikel von Werner Tress (Edition „Bibliothek verbrannter Bücher“) im Tagesspiegel vom 4.5.08(http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/geschichte/;art15504,2524095 )

  2. Die Listen unseres unwürdigen Kollegen waren aber nicht verbindlich, es gab durchaus lokale Abweichungen. Meist wurde über sie noch hinausgegangen. In Einzelfällen wurden aber auch Autoren ausgenommen, z.B. auf Betreiben eines Germanistik-Professors, der sich nach 1945 damit zu rühmen wagte, Thomas Mann (ich weiß gerade nicht mehr, wer und wo – müsste es nachschlagen).

  3. Ein sehr empfehlenswerter Titel zum Thema, der sich auch detailliert der Chronologie der Ereignisse annimmt, ist „Das Buch der verbrannten Bücher“ des Feuilletonchefs der FAS, Volker Weidemann, welches vor kurzem bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist …
    Ein höchst informatives und lesenswertes Buch!