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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

„Sprachliche Bildung…

…für Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland; Vorschläge zur Weiterentwicklung“ ist der Titel eines Ergebnisberichts, der in Arbeitsgruppen zur Erstellung des Bundesweiten Integrationsprogramms erstellt wurde. Dieses ist nicht zu verwechseln mit dem Nationalen Integrationsplan. Wurden hier in einem Konsultationsprozess der verschiedenen staatlichen Ebenen mit nichtstaatlichen Akteuern (Federführung: Integrationsbeauftragte) Selbstverpflichtungen für MaÃ?nahmen im Bereich der Integration beschlossen, so entsteht das Integrationsprogramm auf gesetzlicher Grundlage (Federführung: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF) nach § 45 AufenthG als Bestandsaufnahme vorhandener staatlicher und nichtstaatlicher Programme und des Versuchs ihrer Koordinierung. Entsprechend benennt der angezeigte Ergebnisbericht zunächst Akteure und Angebote, um dann Vorschläge zur Weiterentwicklung zu machen. Besonderer Augenmerk wird auf die Ã?bergänge: Kita – Schule – Ausbildung/Beruf – Erwachsene gelegt. Es werden Schnittstellen der Zusammenarbeit benannt. Beim Ã?bergang Kita – Schule werden unter einer Ã?berschrift ‚Akteure der sprachlichen Bildung auÃ?erhalb von Bildungseinrichtungen‘ Bibliotheken immerhin erwähnt. Die Nennung in einer Aufzählung ist arg wenig, wenn man sich überlegt, dass (früh-)kindliche Leseförderung einer der wenigen Bereiche ist, in denen im deutschen Bibliothekswesen immerhin etwas zur interkulturellen Bibliotheksarbeit vorzuweisen ist. In den Arbeitsgruppen waren keine Vertreter bibliothekarischer Verbände.

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