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RFID in der Praxis: Von kurzen Armen und langen Fingern

Haftgrund beschreibt in einer (bis jetzt) dreiteiligen Serie die nicht so tollen Erfahrungen beim Einsatz von RFID-Etiketten in den Wiener Büchereien. Das Einwände oder Befürchtungen nicht Ernst genommen werden, kann man eigentlich nicht sagen:

Warum klappt es nun überall und nur bei uns nicht? Ist es das miese Karma der Belegschaft wegen der Nichtbefolgung des Rates der Arbeitsmedizinerin, die uns bei ihrem Besuch die regelmäÃ?ige Einnahme von Zitronengrastee – sie empfahl Teesäckchen vom Hofer (=“Aldi)“ – ans Herz legte sowie die Lektüre der 5 Tibeter, als wir auf den durch die vielen Geräte erzeugten Dauergeräuschpegel hinwiesen und auf die doch recht beträchtliche Abwärme?

Offensichtlich entwickelt sich der Einsatz dort im Moment nicht so, wie man es aus der Werbung für diese Technik oder auch von offiziellen Erfahrungsberichten auf Tagungen oder in der Fachliteratur kennt. Allerdings hat es in München wohl besser geklappt, wie man dem Vortrag von Eva Schubert, RFID-Technologie in der Münchner Stadtbibliothek, auf der INETBIB 2008 entnehmen konnte….

Die drei Teile sind nicht nur unterhaltsam geschrieben, sondern geben auch hautnahe Einblicke in die Realität 😉

  1. RFID in der Bücherei – mit langen Armen gehts
  2. RFID in der Bücherei (2) – Vom Fladern a) durch die Bediensteten
  3. RFID in der Bücherei (3) Vom Fladern b) durch die BesucherInnen

Ich kann mich dem Kommentar der Hedonistin nur anschliessen

Ich harre gespannt der nächsten Folge – das ist ja mindestens so spannend wie anno dunnemal der Fortsetzungskrimi in der Zeitung. 🙂

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

Ein Kommentar

  1. Zitronengrastee? 5 Tibeter? Das ist ja eine tolle Arbeits“medizinerin“.