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ekz-Beirat veröffentlicht Thesen zur digitalen Bibliothekszukunft

Auf der ekz-Homepage sind die zwölf Thesen dokumentiert. Es ist recht beachtlich, was da formuliert wurde, beispielsweise die Forderung, dass Bibliotheken auf dem digitalen Feld proaktiv sein sollen und Teil einer sozialen Bewegung seien. – Insgesamt wird wohl jede/r Kollege/Kollegin etwas anderes herauslesen, je nachdem, wo ihr/sein Tätigkeitsmittelpunkt ist. Fehlt etwas? Ja: Open Access! Zwar wird in These 5 formuliert, dass die Rolle der Bibliotheken als „öffentliches Gut“ gestärkt und ausgebaut werden solle, nicht jedoch, dass sie freie Texte als öffentliches Gut pflegen sollten. Statt dessen wird in These 8 ein Beitrag der Bibliotheken zu „einer fairen Balance zwischen Inhalte-Anbietern, Vermittlern und Nutzern“ gefordert. Äußerst schade, damit fehlt ein wichtiger Baustein der zukünftigen digitalen Rolle von Bibliotheken in dieser Programmatik. [vgl. auch die Beiträge zu den Thesen in den Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW und in bibliothekarisch.de]

2 Kommentare

  1. Pingback: Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW

  2. Im Hinblick auf Zukunft und Visionen finde ich heute zufällig diesen alten Beitrag aus 2008 und stelle fest, dass der erste Link zu einer frustrierenden Typo3 Meldung führt, der zweite Link führt auch ins Nirgendwo, denn das Datum im Link ist falsch (richtig: http://oebib.wordpress.com/2008/08/01/zwolf-thesen-zur-digitalen-bibliothekszukunft-vom-ekz-beirat/ ) aber der dritte Link funktioniert und dort sind die „12 Thesen“ glücklicherweise wörtlich zitiert… Danke, Dörte 🙂
    Wenn man den 6. Punkt geringfügig umformuliert, könnte man die Thesen vielleicht als Innovationsschub 2011 erneut verwenden? Punkt 6 lautet in der veralteten Fassung:
    „6. Die Politker müssen von der Notwendigkeit digitaler Bibliotheksangebote überzeugt werden.“