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Strahlende Zukunft: in Deutschland rund 14.200 WLAN-Hotspots

Deutschland liegt immer noch im Hintertreffen, andere Nationen haben mehr Hotspots:

Auf 100.000 Einwohner kommen hierzulande 17 Hotspots. In der Schweiz sind es 53, in GroÃ?britannien 48 und in Schweden 38.

Das ist die Aussage einer Pressemeldung von bitkom, des Bundesverbands Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien, die ich bei der Stiftung Digitale Chancen zitiert fand. Nett, dass die einen Sicherheitshinweis geben und hier bloss die Verschlüsselung erwähnen, damit man nicht für illegale Downloads haftbar gemacht werde. Die Strahlung, der Abstand zu den Hotspots, ist keine Erwähnung wert.

4 Kommentare

  1. Nun, ja. Die WLAN-Router strahlen ja meist nicht sonderlich stark.
    Siehe auch:
    http://tinyurl.com/629zc2

    Erinnert mich an eine Anekdote:
    Ich war bei einem Freund zu Besuch. Wir unterhielten uns über WLAN & Co. und er meinte, er wolle sich doch lieber nicht so sehr mit den Strahlen belasten. Dann klingelte sein Telefon und er holte ein uraltes, schnurloses Teil hervor (so eines die schon längst nicht mehr zugelassen sind). Ich habe ihn dann gefragt, warum er sich überhaupt Sorgen macht, wenn er sich auch freiwillig so einen Booster an den Schädel hält …

  2. Nachtrag:
    Öbrigens erwähnen die in der tollen Pressemitteilung nicht, dass die allermeisten Hotspots kommerziell und daher „zu“ sind. Zumindest, wenn man keine Kreditkarte hat und nicht dazu bereit ist, Mondpreise zu zahlen.
    Komisch, dass sich da kein Voucher-System durchsetzen kann – aber T-Online und die anderen wollen sich ja ihr UMTS-Geschäft nicht kaputt machen lassen …

  3. Die W-LAN-Netze in Unibibliotheken sind auch „zu“, wenn man nicht gerade für das laufende Semester immatrikuliert ist. Und in anderen Bibliotheken machen sich W-LAN und attraktive lizenzpflichtige Onlineangebote rar. Es gibt also auch Kombinationen wie „kommerziell (privat finanziert)-offen“ und „öffentlich (vorw. steuerfinanziert)-zu“. Meist ist es nicht schwer, Zugang zu einem „kommerziellen“ Hotspot zu bekommen, z.B. durch Bestellen einer heißen Schokolade in einem W-LAN-Cafe. In der Unibibliothek ist dies für Campusferne in der Regel unmöglich.

  4. @flusskiesel: Das ist es ja mit uns Menschen, dass wir so ambivalent sind. Dazu noch eine nette Anekdote: Ich war vor Jahren einmal im Vorstand eines Waldorfkindergartens und wir bekamen mit den Erzieherinnen ziemliche Schwierigkeiten, als wir die Verwaltung in den Kindergarten selbst legten. DIE STRAHLUNG!! Ich weiß nicht, was alles diskutiert wurde, Birkenholzkasten um den Bildschirm, Seidentücher waren jedenfalls in der Diskussion. Wo sie jedoch nie ein Problem sahen, waren die Schnurlostelefone. „Ach, da kann man ja so schön mit herumlaufen!“ war das einzige, was man zu hören bekam. Wir stellten wenigstens die Technik vom ständig pulsierenden DECT-Standard auf den demnächst verbotenen CT1+-Standard, der nur strahlt, wenn telefoniert wird. Ich hab‘ die Teile immer „Gehirnbräter“ genannt, was aber auch nicht zu einem Umdenken führte. Aber warum auch? Denn schließlich haben ja fast alle Elternhäuser – DECT-Telefone.