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Als Integrationsreport

des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erschienen bisher drei Working Papers, die hier auch vorgestellt wurden. (Dies sind Arbeiten im Zusammenhang der Erstellung eines bundesweiten Integrationsprogramms, das nicht zu verwechseln ist, mit dem Nationalen Integrationsplan. Für diesen wurde jetzt â?? aus Anlass des dritten Integrationsgpfels – ein Fortschrittsbericht vorgelegt.) Ebenfalls mit der Datenlage im Bereich Integration beschäftigt sich eine Expertise von Dieter Filsinger, die er für den Gesprächskreis Migration und Integration der FES erstellt hat: Bedingungen erfolgreicher Integration : Integrationsmonitoring und Evaluation. Nach einer Erläuterung des Begriff Integration und wie dessen Gelingen in verschiedenen Bereichen (u. a. Bildung, Ausbildung, Wohnen) aussehen könne, behandelt er die fortlaufende (Monitoring) und projekt- und themenbezogene Erfolgsmessung (Evaluation). Filsinger, Prof. an der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit in Saarbrücken, legt hier eine sehr dichte Studie auf dem aktuellen Stand (auch der Literatur!) vor. Ist der Integrationsreport in den Bewertungen zurückhaltend, so kann Filsinger stärker problematisieren â?? man ist positiv überrascht, dass dies im Umfeld der im physischen und geistigen Verfall befindlichen SPD möglich ist. An keiner Stelle hat er es nötig, Einwanderer als Kulturen zu bezeichnen. (Selbstverständlich wird für den Bereich der Partizipation die heikle Frage von Gruppenrechten erörtert.) M. W. gibt es kaum einen knapperen, inhaltlich gleichrangigen Einstieg, der auch einen erläuternden Rahmen für die auf www.interkulturellebibliothek.de vorgestellten kommunalen Integrationskonzepte bietet.

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