netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Kritik der Vermittlungsrhetorik

Die FAZ kritisierte den früheren Präsident der Stiftung PreuÃ?ischer Kulturbesitz (jetzt Präsident des Goethe-Instituts) wegen seiner geschliffenen Rhetorik, die den Stellenwert der Kultur und nicht zuletzt die hohen Investitionen in Berlin rechtfertigte. Da vermag es einmal ein Bibliothekar, den Stellenwert der Kulturinstitutionen zu vermitteln und wird dafür mit einem Vergleich mit der Atomlobby belegt … Grenzwertig! [via FAZ.net]

2 Kommentare

  1. Ich empfinde den Beitrag der FAZ im Gegenteil als notwendig und längst fällig. Die These „Was Google macht, ist doof, wir können alles viel besser, bieten aber nichts davon online an“ ist einfach nur lächerlich. Genau das tut die SPK aber seit Jahren. Eine Stabi, deren allumfassender Bürokratismus nur noch als Realsatire zu bezeichnen ist (und die 63 Jahre nach Kriegsende immer noch keinerlei Ahnung hat, welche Bücher sie besitzt und welche nicht mehr), ein durchgreifender Copyfraud in allen Sammlungen, der Web-2.0-Anwendungen verhindern soll, ein beschämendes Webangebot gerade bei den außereuropäischen Kulturen (siehe auch hier): das sind alles gravierende Defizite, die nach dem Wegloben des Verantwortlichen ausgerechnet zu einem Institut, dass sich der Wissensvermittlung verschrieben hat, keineswegs gelöst sind. Das Geschwafel von den großen Kulturwerten ist in Berlin oft genug nur Fassade, dahinter steht oft genug nur kleinkariertes und kurzfristiges Gewinnstreben sowie die Pflege von allerlei Eitelkeiten.

  2. Ich möchte Herrn Praefcke für seinen Kommentar danken. Da stimmt jeder Satz.