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Bibliotheken und interkulturelle Kommunikation

Döllgast weist in dem fortgeführten blog des GI New York auf eine Broschüre der Metropolitan Group hin: „Increasing Relevance, Relationships and Results: Principles & Practices for Effective Multicultural Communication.“ Die MetGroup, die mir bisher nur namentlich bekannt war, ist eine amerikanische Organisation, die im Bereich des Sozialmarketing tätig ist (u. a. für Bibliotheken). Auf deren Seite finden sich diverse Materialien für effektives Marketing, hier ist eine praktische Handreichung zur interkulturellen Kommunikation vorzustellen. Wie etwa in Materialien des Urban Libraries Council so finden sich auch in der Broschüre hier praktische Hinweise für die eigene Arbeit; zugleich dient sie der AuÃ?endarstellung zur Betonung der Wertigkeit von Bibliotheken gegenüber Dritten. Acht Prinzipien sollen die Kommunikation von Bibliotheken mit einem kulturell heterogenen Publikum leiten: 1. Mach‘ Dich schlau, 2. Differenziere, 3. Beobachte (teilnehmend) die communities, 4. Verfestige die Beziehungen, 5. Beteilige die communities und gib Ihnen das Gefühl, etwas für unsere Bibliothek zu tun, 6. Walk your talk – mach dann auch, was Du sagst, 7. Ã?bermittle Deine Botschaft (mit diversen Medien) in Kenntnis des jeweiligen kulturellen Kontexts, 8. Mache diese Kenntnisse zu einem Teil der Organisationsentwicklung. Ich habe die Prinzipien (auf deren Aufzählung folgt jeweils ein praktisches Beispiel aus dem Bibliotheks- und dem Sozialbereich) hier frei wiedergegeben, um einen ersten Eindruck von dem Text zu vermitteln. Eine Umsetzung ist natürlich nicht kostenlos. Ich denke allerdings, dass bereits meine kurze Aufzählung einen Eindruck vermittelt, dass hier in hohem MaÃ?e mentale Veränderungen gefordert werden. Und deren immer wieder erneuerte Implementierung in einem Managementzyklus ist eben nicht nur eine finanzielle Frage.

Dieser Beitrag war vor einer Vervollständigung abgespeichert gewesen. Zwischenzeitlich hatte in Hamburg eine Veranstaltung des BIB zur Teaching Library stattgefunden. Die Nachfrage einer Teilnehmerin zu einem Vortrag über Informationskompetenz zielte darauf, ob eine differenzierte Vermittlung gegenüber ausländischen Studierenden stattfinde. Die Antwort lautete: Nein.

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