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Die Generation 55+ direkt ansprechen

Die Mediothek Krefeld plant, für die Senioren als eine Zielgruppe, die die Einrichtung noch nicht so nachfragt, einen direkten Zugang anzubieten: Geplant ist, eine Hotline für die Generation 55 plus einzurichten und dadurch die Hemmschwelle zu senken. [via Rheinische Post]

7 Kommentare

  1. Na, da freu ich mich doch drauf, dass meine Bibliothek mich bald zur Kenntnis nehmen wird… Kann ich ergänzend auf die Plattform http://www.seniorenbedarf.com/
    hinweisen. Was für eine Hemmschwelle sollte ich denn als angehende Seniorin so aufbauen, damit ich durch meine Bibliothek kalkulierbar bin?

  2. Nehmen wir doch einfach einmal an, Sie kämen mit dem OPAC nicht zurecht, könnten weder mit diesem Bibliothekars-Denglisch etwas anfangen noch mit dem Suchschlitz und den Suchmöglichkeiten … 😉

  3. Jetzt habe ich das erst kapiert – diese OPAC Recherche Veranstaltungen sind Bestandteil der Senioren Uni – jetzt ist es klar, früher hatten wir ja diese kilometerlangen Zettelkästen in der UB und im Juristischen Seminar, das ist schon eine Umstellung. Akzeptiert 🙂

  4. „Die Generation 55 Plus ist fit und steht mitten im Leben. … Diese Menschen dürfen nicht als Randgruppe wahrgenommen werden, sondern müssen besser integriert werden“, wird der Leiter der Mediothek in Krefeld zitiert. Soll das ein Witz sein? Diese „Generation 55 Plus“ stellt ein gutes Drittel der Bevölkerung und darf noch bis zu 12 Jahren arbeiten. Sie haben in der Regel auch keine Probleme bei der Nutzung von Computern. Dass sie nicht scharenweise in die Büchereien strömen (wie immer sich diese jetzt nennen), liegt doch vielleicht eher daran, dass sie auf der Suche nach Büchern und nicht nach DVDs, Spielen u.ä. sind – und sich deshalb inzwischen in Buchhandlungen besser aufgehoben fühlen. Das Problem ist nicht die behauptete fehlende Integration der älteren Menschen, sondern die fast ausschließliche Ausrichtung der Büchereien auf junge.

  5. Jetzt gerade findet genau zu diesem Thema eine Diskussion beim DLF statt.

  6. Ich kann Rainer da nur zustimmen. Wenn die Pseduo-Generation 55 Plus (wer denkt sich solch einen Mist aus?), „mitten im Leben“ steht, warum werden diese Menschen als mögliche „Randgruppe“ behandelt? Ich halte das schon für eine Form der Diskriminierung, die man/frau nicht so einfach hinnehmen sollte.

  7. Die Stadtbibliothek Straubing spricht die Generation 55+ bereits seit 2003 an und hat damit sehr gute Erfolge erzielt (Steigerung der aktiven Nutzer von 2% auf derzeit 8%). Ich habe das Angebot „Aktiv älter werden“ genannt, den Altersangaben kommen nicht so gut an. Die Älteren als Randgruppe zu bezeichnen ist sicherlich nicht so glücklich, sie sind aber nicht gerade häufig vertreten in Bibliotheken. Darüber sollte man/frau sich schon Gedanken machen.