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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Heimatverein betreut interimsweise geschlossene Bibliothek

Die Stadt Teuchern schließt die kommunale Bibliothek aus Finanznot, der Heimatverein übernimmt sie vorerst für 3 Monate. Standortverlagerung, Benutzungsgebühren: Die Leserzahlen sanken von knapp 400 Lesern (2004) auf 86 (2007). Die Bibliothekarin wurde zunächst von 30 auf 20 Stunden heruntergestuft und nun ganz entlassen. So wurden Personalkosten gespart, die Betriebskosten übernimmt weiterhin die Kommune, der Verein arbeitet an einem neuen Konzept und sondiert die Lage. Ob die Bibliothek ohne Fachkraft attraktiver wird? [via Mitteldeutsche Zeitung]

3 Kommentare

  1. Der Bericht ist ein Musterbeispiel für „alles falsch gemacht“, oder? Umzug an einen schlecht erreichbaren Standort.
    Den Etat von 31.000 auf 20.000 gesenkt – parallel die die Stundenzahl von 30 auf 20 gesenkt.
    Wenn ich mal die Kosten der Halbtagsstelle überschlage, frage ich mich, wie hoch denn da noch der Medienetat war. Und dabei zeigt das Foto überquellende, engstehende Regale in ansprechender Rumms-alle-Bücher-nach-links Aufstelltechnik. Hat da jemand die Aussonderungsregeln übersehen und so neumodischen Unfug wie Medienpräsentation ignoriert?

  2. @Susanne Drauz
    Das passiert halt wenn Politiker Schutzschirme für jeden Unsinn aufspannen aber nicht für die Kultur…

  3. Das gilt wohl nur für die Frage des Standortes und des Budgets – aber die Katasteramt-Optik hat kaum die Politik zu verantworten.