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Onleihe als Ausfallgarant

Die Augsburger Stadtbibliothek schließt wegen Umzug bis zum 20. Juni. Da sie jetzt die Onleihe gebucht hat, sind wenigstens elektronische Bestände verfügbar, wenn sie nicht „ausgeliehen“ sind. In dem Artikel der Augsburger Zeitung wird ein Aspekt genannt, der mir so gar nicht klar ist: Man kann – wenn die Darstellung stimmt – die elektronischen Medien zwar „ausleihen“, aber nicht „zurückgeben“, sie sind erst nach Verfall der Ausleihfrist wieder „ausleihbar“. Also nicht nur: Wie schränke ich die Nutzungsmöglichkeit künstlich per DRM ein, sondern noch: Standardisierung der Fristen und damit Verlangsamung des „Umsatzes“. – Schade eigentlich, dass es keine 20 „elektronische Bibliotheken“ gibt, wie in dem Artikel so nett falsch formuliert. Denn dann herrschte Wettbewerb und damit Auswahlmöglichkeit.

2 Kommentare

  1. Das wurde ja nun schon oft genug thematisiert, dass eine vorzeitige Rückgabe (anders als bei vergleichbaren Ebooks-Angeboten) nicht möglich ist:

    ///log.netbib.de/?s=onleihe

  2. Das ist in der Tat ein alter Hut und hat mit der Übertragung auf mobile Geräte zu tun – da bei der Rückgabe nicht überprüft werden kann, ob die Inhalte noch auf dem mobilen Gerät sind, wurde auf die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückgabe verzichtet, um die Vorgabe „nur ein Nutzer gleichzeitig“ pro Lizenz einzuhalten.
    Die Diskussion um Sinn und Unsinn dieser Vorgabe ist bereits zur Genüge geführt worden.
    In einigen Jahren werden wir ja sehen, was draus geworden ist, entweder ist das Modell dann etabliert, modifiziert oder mumifiziert.