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Lust an der Entschleunigung?

In Düsseldorf wird am 12.05. die Tagung „Architektur des Wissens“ eröffnet, bei der verschiene Professionen über neue Universitätsbibliothekskonzepte sprechen sollen. Hintergrund ist der Wunsch nach Erweiterung der dortigen Universitäts- und Landesbibliothek, die mehr Nutzer als zuvor hat. Ob freilich auch eine „Lust an der Enschleunigung“ Ursache der intensiveren Nachfrage ist , das kann man in Frage stellen. Es könnte auch ein intensiveres Studium durch Bachelor-/Masterstudiengänge die Ursache sein. [via Der Westen]

3 Kommentare

  1. Ein intensiveres Studium durch Bachelor-/Masterstudiengänge? Wenn mit Intensität ein stärkeres Durchdringen des Stoffes gemeint sein sollte, muss sie in Zweifel gezogen werden. Zumindest die Bachelorstudiengänge haben eher zu einer so starken Verschulung des Studiums geführt (der frühere Staatsminister Nieda-Rümelin spricht gar von einer gigantischen gymnasialen Oberstufe), dass Hochschullehrer bereits darüber klagen, dass den Studierenden vor lauter „Büffeln“ kaum noch Zeit zum Denken bleibt.

  2. Lieber Rainer, danke für den Einwand, der mich konkretisieren läßt: Ich meinte allein die Intensivierung des Stundenplans und des Lernen im Sinne von „Büffeln“ im Bachelor-Studiengang, nicht das gedankliche Durchdringen des Stoffes. Wobei es durchaus Unterschiede in der Konzeption der Studiengänge und der Lernziele gibt – aber die gab es vorher auch schon!
    Noch ein Gedanke zu der Wertung von Herrn Nida-Rümelin: Macht denn eine Integration der gymnasialen Oberstufe in das Studium nicht Sinn, nachdem die Schüler immer kürzer und die Lehrpläne immer exemplarischer werden? 😉

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