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Möglichkeiten und Grenzen bibliothekarischer Weblogs

Gestern abend erreichte mich diese Mail

ich studiere das Fach Bibliotheks- und Informationmanagment im 1. Semster […]. Da ich an einer Arbeit über bibliothekarische Weblogs schreibe, bin ich auf den Netbib Weblog, und Ihre E-Mail Adresse, gestoßen. Um dieses Thema besser verstehen zu können habe ich eine Frage an Sie.
„Welche Möglichkeiten bieten biliothekarische Weblogs und wo stoßen die
Weblogs an ihre Grenzen?“
Es wäre nett wenn Sie mir so schnell wie möglich antworten könnten.

Da ich zur Zeit etwas eingebunden bin (morgen ein Vortrag auf der Fachkonferenz der Bibliotheks-Fachstellen in Deutschland in Hamburg…) fehlt mir gerade die Zeit, auf die Frage zu antworten. Vielleicht hat ja jemand aus der LeserInnenschaft etwas beizutragen? Wäre nett!

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

7 Kommentare

  1. Das ist keine Frage, das ist ein Thema für eine Seminararbeit.

  2. Wer hat schon Zeit? Ich kopiere mal einfach einen Auszug aus meiner Mail an unseren Weblog-Provider, der eine ähnliche Anfrage gestellt hatte und gehe davon aus, dass mit „bibliothekarischen Weblogs“ Weblogs von Bibliotheken gemeint sind, die sich an Bibliotheksnutzer richten und nicht Weblogs, die sich an Bibliothekare richten???

    „die Einrichtung des Weblogs (http://auslese.twoday.net) hatte 2 Gründe:

    1. Fehlgeschlagener NeuerscheinungsNewsletter:
    Unser per E-Mail versandter Newsletter blieb in mindestens 30% der Fälle im Spamfilter der Firmen-Netzwerke hängen. Einen Online-Katalog hatten wir bei der Einrichtung von „Auslese“ noch nicht.

    2. Suchmaschinenmarketing:
    Da wir ein breites Angebot an Themen anbieten, erhoffte ich mir einen Google-Effekt: Welches (abwegige) Thema auch immer im Zusammenhang mit unserem Ortsnamen „gegoogelt“ wird, es könnte zum Weblog führen und potentiell neue Kunden auf unser Angebot aufmerksam machen.

    Soweit ich die Statistik auf „blogcounter“ richtig interpretiere, kommt das Gros der Weblog-Leser tatsächlich von Google, was aber in der Regel keine lokale Relevanz hat. „Boxenluder“ und „Premiere knacken“ waren die erfolgreichsten Suchworte, die zu unserem Weblog geführt haben. Das ist vielleicht amüsant, geht aber an unserer Zielgruppe vorbei.

    Die Möglichkeit, sich über RSS regelmäßig über die eigenen Interessengebiete zu informieren, wird nach meinem Eindruck nicht genutzt. Was Newsreader sind, ist bei unserem Publikum noch zu wenig bekannt. Wenn ich versuche, es im Gespräch zu bewerben, merke ich schnell: „Don’t let me think!“ Hier sehe ich trotzdem das größte Potential, da ich selbst RSS sehr intensiv nutze und die Vorteile schätze.

    Gesprächen mit Büchereinutzern entnehme ich, dass das Weblog von einigen aktiven Lesern („Hausnummer“ geschätzt: 30 von 1700 Benutzern) mehr oder weniger regelmäßig besucht wird. Da ich die Titel und Annotationen der Neuerscheinungen mit Copy & Paste auch in anderen Publikationen (Amtsblatt, Faltblätter in der Bücherei) verwende, kann ich den Aufwand für das Weblog trotz seiner relativ geringen Bedeutung als Nebenprodukt rechtfertigen. Wie viele potentielle Nutzer uns gelegentlich „im Windschatten“ ansurfen, kann ich leider nicht schätzen. Das würde mich sehr interessieren.

    Mit unserem mittlerweile existierenden Online-Katalog, der von registrierten Lesern viel stärker genutzt wird, machen wir uns selbst Konkurrenz: Hier können die Nutzer Neuerscheinungen nach eigenen Kriterien filtern und ihr Konto verwalten. Trotzdem halte ich zurzeit am Weblog fest, da ich immer noch hoffe, Regio-Bewohner, die uns noch nicht kennen, über das Weblog auf unser Angebot aufmerksam zu machen. Ich denke hier auch an die Arbeitspendler aus dem Raum Basel.

    Die Kommentarmöglichkeit würde ich gerne für „Community-Funktionen“ nutzen, scheue aber aus rechtlichen Gründen davor zurück. Der redaktionelle Aufwand wäre zu hoch…

    Ich vermute, dass ich die Themen im Gegensatz zu meiner Ausgangsüberlegung zum Suchmaschinenmarketing insgesamt stärker „regionalisieren und lokalisieren“ muss: Henning Mankell kommt im Netz so oft vor, dass es wohl keine Rolle spielt, wenn ich ihn auch noch erwähne.“

  3. Ein großes Faß.

    @Detlev Hommeier: Ich würde bibliothekarische Blogs sowohl als Weblogs an, für und auch von Bibliothekaren verstehen. Siehe auch hier.

    Was es da alles gibt, da bietet die LibWorld-Reihe wohl einen recht guten Eindruck. Da geht es demnächst[tm] übrigens mit Südafrika weiter. Der Autor hat auch aufgelistet, wohin gerne verlinkt wird. Das ist für die Beantwortung der Frage sicherlich auch interessant.

  4. PS: Hoffmeier, nicht Hommeier.

  5. Ich finde es legitim, Leute zu fragen, die sich auskennen, wenn man eine Auskunft braucht. Aber ich finde es methodisch seltsam, eine Arbeit „über bibliothekarische Weblogs“ zu schreiben und dazu Leute wie Stabenau (oder Plieninger) zu befragen — das wirkt auf mich ein bisschen so, als würde man seine Arbeit nicht selbst schreiben. Eine unzulässige Abkürzung.

    Für mich klingt die Frage so, als ließe sie sich empirisch klären: a) Stelle fest, wozu Weblogs in Bibliotheken oder von Bibliothekaren benutzt werden, d.h. welche Art von Mitteilungen sie veröffentlichen, welche Zielgruppe sie wohl haben. b) Stelle fest, welche Eigenschaften von Blogs stärker genutzt werden als andere. c) Vergleiche die Befunde mit allgemeiner Literatur über Weblogs. d) Lies die bibliothekarische Literatur über Weblogs.

  6. Noch ein bißchen Literatur: http://www.bibliothek-saur.de/2007_2/212-219.pdf – Das IST übrigens Edlefs eigene Antwort auf die Frage, in zitierfähiger Form. Er ist nur zu bescheiden um darauf hinzuweisen. 😉 Ich hingegen = total unbescheiden: http://eprints.rclis.org/13808/
    Und, wie immer in Medien mit Foren-Charakter: Einfach mal schauen, ob eine ähnliche Frage in der Vergangenheit bereits gestellt und (mehr oder weniger befriedigend) beantwortet worden ist. Mein Tipp in diesem Fall wäre: ///log.netbib.de/archives/2008/12/03/tipps-gesucht-2/ Viel Erfolg mit der Hausarbeit – ich würde mich über ein Posting mit der Arbeit, oder einer neuen Überlegung daraus, freuen!

  7. Vielleicht sollte man eher untersuchen wie die Blogs beim Nutzer ankommen/ wahrgenommen werden.