netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Vertrauenswürdige Wissenschaftsverlage

Kann man das eigentlich schon korrupt oder nur Schleichwerbung nennen, wenn Elsevier ungekennzeichnet Werbung von Merck in seinen angeblich „peer reviewtem“ Australasian Journal of Bone and Joint Medicine veröffentlicht. Zu diesem Fall findet sich in der Blogosphäre natürlich einiges, verwiesen sei auf die Beiträge von medinfo Merck published fake medical journal, Elsevier-MSD-Fake-Journal: Du könntest in einem Käseblättchen landen…, Peter Suber, im Guardian in der Reihe Bad Science (Danke an Joachim Eberhardt) und auch auf Telepolis:

Eine andere Enthüllung war, dass Merck den Verlag Elsevier dafür bezahlte, dass dieser die vermeintlich unabhängige und seriöse Zeitschrift The Australasian Journal of Bone and Joint Medicine veröffentlicht, deren Hauptzweck es offenbar war, Material zu liefern, mit dem Medizinern die angebliche Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten suggeriert werden sollte.

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

Ein Kommentar

  1. In wie weit ist denn die Elsevier GmbH verpflichtet? Oder anders herum gefragt, woraus könnte man einen Anspruch auf Neutralität iS von Unabhängigkeit ableiten?