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Urbane Lernlandschaften

ist der Titel einer Tagung, die im November in Hamburg stattfinden soll. Veranstalter (vermutlich in Zusammenarbeit mit der IBA) ist der vhw, ehemals Deutsches Volksheimstättenwerk, jetzt Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. „Es ist an der Zeit zu prüfen, ob sich kommunalnahe  Wirtschaftsunternehmen, Stadtentwicklung und Bürgerschaftsprojekte nicht verstärkt in eine Bildungsdebatte einmischen müssen.“ So die Frage, die von einer Zahl beachtlicher Referenten beantwortet werden soll. Das Interesse der Wohnungswirtschaft an attraktiven Bildungsangeboten in Wohnungsnähe ist naheliegend, hier gibt es interessante Kooperationen von Wohnungsunternehmen und Schulen. Und auch mit Bibliotheken: So etwa die Bücherhalle Barmbek, die zu ihrem hundertjährigen Geburtstag in der Baugenossenschaft der Buchdrucker einen Partner fand. In Heft 1, 2009, S. 15 der Zeitschrift der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften „bei uns“ gab es einen Artikel: ‚Happy Birthday, Bücherhalle Barmbek‘. Auch die Schader-Stiftung, die insbesondere im Integrationsbereich die beachtlichsten deutschen Projekte (ge)fördert (hat) – „Zuwanderer in der Stadt“ – ist die Stiftung eines Bauingenieurs, der den Stiftungszweck der Verbindung von Wohnungsbau und gesellschaftswissenschaftlicher Forschung hatte.

Eine klassische Formulierung zu dem Thema der vhw-Tagung ist das ‚Diskussionspapier des Deutschen Vereins zum Aufbau Kommunaler Bildungslandschaften‚ vom Juni 2007, das ein „Anstoß zur Überwindung des Denkens und Handelns in institutionellen Kategorien und der Zuweisung separierender Einzelzuständigkeiten sein (sollte), damit im kommunalen Raum ein kohärentes Gesamtsystem von Bildung,  Erziehung und Betreuung Realität wird.“

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