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Kritik an DBV-Expertengruppe „Bibliothek und Schule“

Ganz offensichtlich schafft es diese Expertengruppe seit Jahren nicht, die Realität in den deutschen Schulen wahr- und ernstzunehmen. Vielmehr herrscht – wie auch schon in der indirekten Vorgängerorganisation Beratungsstelle Schulbibliotheken im Deutschen Bibliotheksinstitut – ein rein auf bibliothekarische Interessen bezogenes Verständnis von Schulbibliotheken vor, dass gerade nicht dazu beiträgt, die Schulbibliothekspolitik voranzubringen, die real in zahlreichen Schulbibliotheken in Deutschland geleistete Arbeit wahrzunehmen oder die Zusammenarbeit von Schulen und Bibliotheken zu unterstützen. Was diese Haltung, welche sich beispielsweise dadurch ausdrückt, dass es der Expertengruppe nicht wirklich gelingt, praktizierende Pädagoginnen und Pädagogen kontinuierlich in ihre Arbeit einzubinden, zudem verhindert, ist, realistische Konzepte für Schulbibliotheken aus der Realität im deutschen Bildungswesen heraus zu formulieren und damit – wie das ganz offensichtlich versucht wird – Werbung für diese Einrichtungen in bibliothekarischen, schulischen und (bildungs-)politischen Zusammenhängen zu machen.

Harsche Kritik an der DBV-Expertengruppe äußert Karsten Schuldt im Bibliotheken-als-Bildungseinrichtung-Blog. Ich kann nicht umhin ihm durchaus zuzustimmen… Vor allem wenn die engagierten ehrenamtlichen Kräfte, ohne die eine Schulbibliothek oftmals gar – nicht – existieren – würde als „Wildwuchs“ abgetan werden. Tut mir Leid, lieber DBV, aber da fehlt mir absolut jedes Verständnis für. Und der Rest des Textes dieser sogenannten Experten ist auch jenseits alles Begreifens…

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