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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

5 Kommentare

  1. Ob Twitter so richtig in eine Bibliothek gehört kann man nach Lektüre des Beitrags „Studie: Twitter macht blöde, Facebook schlau“ aus der Information Week vorsichtig infrage stellen:
    http://www.informationweek.de/news/showArticle.jhtml?articleID=219700430&cid=IWKnewsletter-html

  2. Lieber Stephan, aus solchen Studien mit auf die Spitze getriebenen („harten“) Ergebnissen, mache ich mir nun gar keinen Kopf! Nicht nur kann man Twitter als auch Facebook ganz unterschiedlich einsetzen (wie das ja auch für Technik allgemein gilt, dass sie sowohl nützlich als auch schädlich eingesetzt werden kann), und es kommt immer auf die jeweiligen Gegebenheiten (in welcher Funktion wird das eingesetzt, wer rezipiert es und setzt es eventuell um?) an, wie das zu bewerten ist. Aussagen über „Twitter an sich“ und „Facebook an sich“ sind da für mich wenig hilfreich.
    Um es zu illustrieren: Für mich sind die Nachrichten von Twitter, die „hereinkommen“ ein Teil der allgemeinen Information (Twitter-Mitteilungen von Zeitungen und anderen Medien), ein Teil der Fachinformation (Twitter-Mitteilungen von Kolleginnen und Kollegen zu Webseiten, Angeboten und Konferenzen) und ein Teil, auch persönliches mitzubekommen. Für mich äußerst vielfältig und es sind immer Hinweise dabei, bei denen es sich lohnt, ihnen nachzugehen. Facebook hingegen ist eher das Instrument, private Dinge mitzubekommen, fachlich ist es wenig relevant. Und das „Rauschen“, das über Facebook kommt (Aufforderung zu Spielen, zu Umfragen, zu politischen Events und dergleichen mehr), ist für mich lauter als jenes über Twitter. Wie gesagt: Meine Sicht der Dinge, für andere mag es genau umgekehrt sein, so wie sie die Dienste einsetzen.
    Und jetzt noch einmal aus der Perspektive einer Bibliothek gesehen: Ich kann über Twitter schnell kurze Nachrichten, Hinweise verbreiten. Auf Facebook geht das auch, aber etwas aufwändiger, dort muss ich die Dinge in eine Bibliotheksseite einbinden und die Leute müssen da draufgehen. Twitter ist ein Dienst, der vielfältig gelesen werden kann – auf der Twitter-Webseite, per RSS, per Handy etc., da hat der Nutzer eher die Wahl, wie er es lesen möchte. Facebook ist da weitaus proprietärer.

  3. Kurze, knackige Nachrichten ohne großen Verwaltungsaufwand abonnieren zu können, darin liegt der Charme von Twitter für die Nutzer. Die Stadtbibliothek Göttingen geht mit Esprit voran und ich finde die Anwendung überzeugend http://twitter.com/stabigoe
    Just my two pence – mon grain de sel 🙂

  4. @Susanne Drauz

    Gerade für BISON (Bibliotheken in Südostniedersachsen)recherchiert wie es denn um Twitter und blogs in Bibliotheken ausschaut und stoße auf diesen netten Kommentar. Das freut mich. Herzlichen Gruß aus Göttingen.

  5. @B.Krompholz-Roehl Es war einfach nur ehrlich 🙂 Ich bin nicht sicher, ob die Konzeption von Freiburg funktioniert, Twitter nur für Neuerscheinungen zu nutzen – andererseits mag ich deren Formulierungen auch… man merkt an der Auswahl der Medienvorschläge, dass unterschiedliche Autoren dahinter stecken. Das finde ich spannend. http://twitter.com/StabiFR