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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Zeit der Gammelbücher ist abgelaufen

Frau Brauckmann, Leiterin der Stadtbibliothek Konstanz:

„Der Bestand einer öffentlichen Bibliothek muss sich alle acht bis zehn Jahre einmal runderneuern.“

Wenn die Bücher nicht sterben, kann die Bücherei nicht leben. Die Ausleihzahlen sind seit dem Strategiewechsel explodiert, schreibt die Welt online in ihrem ausführlichen Bericht.

3 Kommentare

  1. Da werden alte Klischees durch neue ersetzt. Wenn das das Bild der Stadtbibliothek von Heute ist… kann man getrost das “Wohnzimmer” durch ein Café ersetzen und ansonsten die Medien elektronisch ins heimische Wohnzimmer schicken. War da nicht noch mehr? Ganz, ganz schlimm dieser Artikel.

  2. Nichts gegen Runderneuerung. Aber wenn die Zeit der kreditfinanzierten und umsatzstarken („effizienten“) Lifestyle-Medien abgelaufen ist, werden wir uns vielleicht nacht Gammelbüchern noch zurücksehnen. Kundenorientierung o.k., Bedürfnisbefriedigung auch. Doch vielleicht ist jetzt der Moment gekommen, auch in der Selbstdarstellung stärker zwischen Bedürfnis und Bedarf zu unterscheiden. Sonst werden wir als steuerfinanzierte Bedürfnisanstalten wahrgenommen und dann ist noch schneller „Sense“ mit Kredit.

  3. Ich empfehle die Lektüre des Gutachtens zur kulturellen Nutzung von Immobilien der Stadt Essen, bes.die Vorschläge zur Umgestaltung der Bibliothekslandschaft auf S. 12-13.
    htttp://tinyurl.com/2aoj98o