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Wie wird der Bibliotheksindex BIX angenommen?

Die KNB fasst Ergebnisse der BIX-Befragung zu Leistungsmessung und Statistik für Bibliotheken zusammen. Ist es sinnvoll, am BIX teilzunehmen? Was sind die Vor- und Nachteile dieses nicht-repräsentativen Rankings? Ergebnisse der Befragung von rund 1.500 Bibliotheken sind auf der KNB-Seite resümiert.

5 Kommentare

  1. ich finde es ja hochgradig unprofessionell, wie die Auswertung und der Tabellenteil verlinkt sind. Man kann Adressen auch mit Namen versehen..

    http://www.bix-bibliotheksindex….
    http://www.bix-bibliotheksindex….

  2. Ich steh auf den BIX. Was ich vermisse, ist eine Handlungsanleitung auf Grund einer Analyse der eingereichten Daten, wie man das eigene Ranking verbesseren könnte – natürlich nicht in erster Linie bei dem Punkt Kundenorientierung. Aber wenn ein Mißverhältnis zwischen der Platzierung beim Punkt „Auftragserfüllung“ und den Punkten „Wirtschaftlichkeit“ und/oder „Kundenorientierung“ offenkundig ist, dann würde ich eine Checkliste à la „mögliche Ursachen“ erwarten.

  3. Bloß keine Handlungsanleitungen! Das würde garantiert nur dazu führen, dass einzelne Bibliotheken ihre Bibliothek auf den BIX optimieren statt nach den Bedürfnissen der Nutzer.

    Das ist auch mein Hauptkritikpunkt am BIX. Es ist problemlos möglich, durch Service-Einschränkungen ein besseres BIX-Ergebnis zu erzielen. Beispiel: Einfach die Zahl der möglichen Verlängerungen reduzieren und die Ausleihfrist verkürzen. Wer ein Buch dennoch über längere Zeit benötigt, sorgt für mehr Ausleihen in der Statistik, da er gezwungen ist, das Buch wiederholt auszuleihen.

    Der BIX ist ein nettes Spielzeug und vielleicht politisch einsetzbar, wenn es an die Budgetverhandlungen geht. Die Qualität einer Bibliothek kann man damit m.E. nicht messen.

  4. @CH – ich glaube an das Gute im Menschen 🙂
    Wenn ich mich einem Vergleich stelle, dann möchte ich wissen, was ich tun kann, um im Vergleich besser zu werden, sonst erinnert es mich an das vielfach in Anekdoten beschriebene Verhalten pubertärer Knaben…
    Wenn die Grundlagen der Datenerhebung und -bewertung gut sind, dann wird das Ergebnis der Veränderung eine Verbesserung im Hinblick auf das offizielle Ziel sein – unabhängig von meinen eigenen Motiven.
    Diese Qualität hat zunächst einmal derjenige zu gewährleisten, der für die Datenerhebung Geld nimmt – wie das beim BIX der Fall ist.

    Dass manche versuchen, an den BIX Zahlen zu schrauben und sich trotzdem nur ins eigene Knie schießt, sieht man an dem Beispiel von Genthin ///log.netbib.de/archives/2010/05/28/trends-im-bibliothekswesen-sachsen-anhalts/
    Da steht die verblüffende Zahl von 18,8 Veranstaltungen je 1.000 Einwohner – irre. Geht man auf die Seite der Bibliothek selbst, findet man die ganze Latte – mein Favorit ist die Veranstaltung „Samstagsausleihe“

    Da ist nach oben noch Luft drin, denke ich, oder? Montagsausleihe, Dienstagsausleihe, Mittwochsausleihe, Donnerstagsausleihe, Freitagsausleihe – und zweimal jährlich Sonntagsausleihe???
    http://www.bibliothek-genthin.de/veranstaltungsplan.htm

  5. @ES
    offensichtlich ist der von mir etwas heftig angemahnte Flüchtigkeitsfehler inzwischen korrigiert. Ich war etwas empfindlich an diesem Tag, da ich vorher mit dem Thema Informationskompetenz zu tun hatte…