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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Facebook als offenes Buch

Auf Facebook kann man ja theoretisch nur die Informationen lesen, die man selbst für alle oder bestimmte Gruppen, Personen, Listen usw. freigegeben hat. Allerdings ist vielen Leuten die Privateinstellungsorgie zu aufwendig und so gelangen Informationen auch dahin, wo man es gar nicht vermutet hat. Anne schrieb kürzlich einen Beitrag mit ein paar Tipps dazu: Facebook-Kniff: Statusmeldungen und Fotos selektiv freigeben

Einen sehr schönen Eindruck von „offenen Informationen“ vermittelt die Website youropenbook.org, die nach einer Suchanfrage alle Einträge zu dem Suchwort auswirft, die auch ohne Facebook-Account (also für jede/n) sichtbar sind:

Facebook helps you connect and share with the people in your life. Whether you want to or not.

Das hat natürlich auch praktische Aspekte, so kann man man sich z.B. darüber informieren, was zum Stichwort Bibliothek geschrieben wird:

So schreibt z.B. ein Nutzer (leider ohne Quellenangabe, anscheinend aus dem Buch Aufbrechen: warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen von Gunter Dueck)

Interessant: „Die IBM-Bibliothek ist abgeschafft worden. Man hat berechnet, dass die meisten Bücher nie angefasst werden. Es ist billiger, sich Bücher bei Bedarf von Amazon schicken zu lassen, und zwar jedes einzelne Mal, wenn man in ein Buch schauen will. […] Allein die Bibliothekarin kostet mehr als alle Amazon-Rechnungen zusammengenommen.“

Ich schreibe eigentlich gar nichts direkt in Facebook, meine Einträge werden aus verschieden Quellen bei Friendfeed gesammelt und das Ergebnis in Facebook aggregiert. Allerdings muss man dann auf Friendfeed die Quellen entsprechend zusammenstellen 🙂

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

2 Kommentare

  1. Ist aus meinem Buch E-Man!

  2. Sehr schön in diesem Zusammenhang auch: Die Website We know what you’re doing, die einfach nur über die Facebook API alle öffentlichen Beiträge sammelt, in denen Leute sich beispielsweise darüber auslassen, wie betrunken sie doch sind.