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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

ein super Geschäftsmodell

Auf Telepolis informiert gerade ein Artikel über die Digitalisierung der Vossischen Zeitung. Gegen ein schmales Entgeld von 27.390 Euro hat man unbegrenzt Zugriff auf die Seiten. Das ist natürlich recht unpreiswert, aber die Verlage und die Staatsbibliothek haben ja ein Zielpublikum, dass sich diese Ausgaben leisten soll kann. Die WELT teilt begeistert mit:

Die Sammlung richtet sich – die Preise von 5390 Euro pro Jahr oder einmalig 27 390 Euro zeigen das – an Bibliotheken und Forschungsinstitute. Für Nutzer dieser Einrichtungen ist der Zugriff auf die digitale „Vossische“ dann in der Regel kostenlos.

Da fehlen einem die Worte! Fefe meint dazu:

Das sind die Verleger, die gegen Googles Digitalisierung gekämpft haben und gerade für neue „Verlegerrechte“ kämpfen. Zum Kotzen.

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

7 Kommentare

  1. Wie heißt es doch schon bei Fontanes Effi Briest über Herrn von Innstetten und seine Bildungsbeziehung zu seiner Frau: „…er las im Vossischen Boten und teile ihr das Notwendige mit…“
    Voilà, der digitale Zugriff auf dieses zeitlose Werk sollte jedem Mann, der seiner Gemahlin etwas Information – in leicht verträglichen Dosen – angedeihen lassen will, noch viel mehr wert sein… 🙂

  2. @Susa
    das ist eine gute Idee, die man vielleicht mal den Projektverantwortlichen dieses für mich „typisch bibliothekarischen Projektes“ nahelegen sollte…

  3. „We have met the enemy and he is us“

  4. Pingback: Digitalisierung der Vossischen Zeitung | Extrablatt