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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Nach der Hälfte des Jahres ist der Buchetat verbraucht

In der UB Leipzig wie an anderen sächsischen Bibliotheken kannibalisieren die steigenden Zeitschriftenpreise die Mittel für den Erwerb von Lehrbüchern. Wenn der Etat nicht steigt und ein Teil – die Zeitschriftenabonnements – ständig im Preis steigt, dann leidet der andere Teil – die Monographien – darunter. So die Situation in Sachsen. [via LR-Online] Der StudentInnenRat der Uni Leipzig kritisiert die desolate Finanzsituation sächsischer Bibliotheken. [via LF]

3 Kommentare

  1. Mir ist nicht klar, wieso es UBs bisher noch nicht einrichten konnten sich mit verbindlichen Absprachen den Zeitschriften-Abo-Markt aufzuteilen. Z.B. nach Sondersammelgebieten oder anderen fachlichen Gewichtungen.
    Vorteil: Kostenersparnis für alle
    Nachteil: Zeitschriften und deren Inhalte, die nicht vor Ort vorhanden, bzw. zugänglich sind, können nur über Fernleihe beschafft werden.

  2. @Norbert Gillmann
    Ich glaube kaum, daß die Wissenschaftler der einen Universität sich darüber freuen würden, daß ihre Kernzeitschrift nur an einer anderen Universität am anderen Ende der Republik vorhanden ist. Die Geduld, auf die Erledigung einer Fernleihe zu warten, hat kaum noch jemand. Es muß trotz aller Schwierigkeiten das Ziel einer UB sein, die Nachfrage aus der eigenen Institution so gut wie möglich zu befriedigen, Daß dabei genug hinten runter fällt, ist gar keine Frage, oder anders herum ausgedrückt: die Nachfrage der Wissenschaftler nach neuen Titeln ist immer höher als der Etat. Ein Verweis auf Online-Publikationen ist übrigens auch nicht so richtig zielführend, da häufig genug die Online- und die Print-Preise identisch oder der Online-Preis nur wenig geringer als der Print-Preis ist, dazu sind bei einem reinen Online-Abonnement 19% statt 7% Mehrwertsteuer zu entrichten. Damit wird ein evtl. geringer Preisvorteil des Online-Abonnement in der Regel aufgefressen und die Kosten sind höher als zuvor.
    Ein möglicher Weg ist die Limitierung des Zeitschriftenbudgets auf einen bestimmten Anteil des gesamten Erwerbungsetats und dann muß nach Rücksprache mit Fakultäten, Instituten oder Professoren abbestellt werden.
    Was mich an der ganzen Sache am meisten ärgert: die sog. großen Wissenschaftsverlage sind in die Hände der Heuschrecken gelangt und diese sorgen nun dafür, daß aus den Unternehmen und damit aus den Kunden das Geld auf Teufel komm‘ raus herausgepresst wird und man als Bibliothekar recht wenig dagen tun kann.

  3. Hallo 🙂

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    Danke & Beste Grüße,

    Anja Rauch