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46 % der Öffentlichen Bibliotheken in NRW kürzen Anschaffungsetat

Nach einer Blitzumfrage des Verbandes der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Wesfalen (vbnw) schlägt die kommunale Sparpolitik in NRW voll auf Bibliotheken durch: 46 Prozent der kommunalen Bibliotheken kürzen ihren Anschaffungsetat, 22 Prozent reduzieren ihre Angebote zu reduzieren und 15 Prozent streichen Projekte. Viele Bibliotheken streichen dauerhaft Personalstellen. [auf der Verbandshomepage ist eine PDF-Datei mit umfangreicheren Angaben zu finden]

3 Kommentare

  1. Sollte die Frage lauten „Wie weit zurück ist es…“? Ich kenne einige Mandatsträger, die in der Vergangenheit für Privatisierung gestimmt haben und jetzt sagen: „Das würde ich nicht mehr machen“. Siehe auch „Rekommunalisierung“ bei Wikipedia oder Google. Zerbröckelt die Mogelpackung „isolierter Stückkostenvergleich“ am Ende der Gesamtbilanz? Weiß eigentlich jemand, weshalb die Stadtbibliothek Schriesheim rekommunalisiert wurde? „Betriebsvergleiche“ gibt es viele, echte Kostenvergleiche unter Berücksichtigung der altbackenen Kriterien Vollständigkeit und Klarheit sind mir nicht bekannt. Vielleicht sind diese Projekte auch nur deshalb gescheitert, weil jeweils ein öffentliches Monopol durch ein privates Monopol ersetzt wurde und dann helfen auch „Wettbewerbssurrogate“ nichts. Die verhalten sich wie Kaviarsurrogate zu Kaviar.

  2. War das nicht eine gGmbH mit den Gesellschaftern Stadt Schriesheim und ekz? Das war es garnicht, woran ich dachte. Ich dachte eher an eine Betreibergesellschaft mit einem Pflichtenheft und einer entsprechenden Ausschreibung.