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Schließung von Staats- und Stadtbibliothek diskutiert

Sparpolitik in der ehemaligen Reichsstadt Augsburg und Diskussion, ob man nicht auf die Staats- und Stadtbibliothek verzicheten könne. Demnächst wird sie 475 Jahre alt. Damit sparte man sich die Sanierungs- und Betriebskosten. Die Bestände könnten an andere Bibliotheken und ans Stadtarchiv verteilt werden. [via Augsburger Allgemeine]
Vielleicht sollte man – zynisch gesprochen – die Bestände vorher digitalisieren und virtuell anbieten, so wie es jetzt im Nachhinein mit der Regensburger reichsstädtischen Bibliothek gemacht wurde. [via Wochenblatt]

2 Kommentare

  1. Schließt doch gleich ganz Augsburg, dann spart man auch kräftig dabei!
    Ich frage mich nur, wie Augsburg mit dieser Art Sparpolitik wieder eine Stadt von Welt werden will…muhahahhaha…eine Stadt, die ihre Seele verkauft, ihr – im wahrsten Sinne des Wortes – „GeWissen“; und in der Uni wird das Studiengeld der Studenten verpulvert: anstatt mehr DozentInnen anzuschaffen oder das bestehende Personal zu entlasten, werden neue Teppichböden und Türen gekauft (die alten hätten es noch locker getan), die niemand wirklich braucht…als Zugereiste schäme ich mich fremd.

  2. Hey, nochmehr Geld lässt sich sparen, wenn alle Bestände von Staats- und Stadtbibliothek, Stadtarchiv und weiteren Bibliotheken ersatzdigitalisiert werden. Danach auch die nur die nötigsten Maßnahmen zur digitalen Bestandserhaltung treffen und in spätestens 20 Jahren muss gar kein Geld mehr für Bibliotheken und Archiv ausgegeben werden. Das freigesetzte Personal beschäftigt man 20 Jahre in der beschränkten digitalen Bestandserhaltung, wer dann noch nicht in Rente ist kann bei der Entsorgung nicht mehr nutzbaren digitalisierten Bestände helfen – ein Beitrag für Deutschlands Zukunft, denn ein dummes Volk regiert sich besser!