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Optimale Papierausnutzung

Kürzlich bekam ich drei Zeitschriften der American Chemical Society in die Hände, die von aussen einen völlig normalen Eindruck machen. Wenn man aber die Hefte, die im DIN A4-Format vorliegen, aufschlägt, stellt man fest, dass  auf jeder DIN A4-Seite zwei verkleinerte Seiten im Querformat untergebracht wurden.

Dieses Prinzip wendet man ja für gewöhnlich an, wenn man Papier sparen möchte, allerdings weiss man vor der Verkleinerung meist, ob die Inhalte überhaupt noch lesbar sein werden.

Das ist bei den vorliegenden Heften nicht immer der Fall. Oft sind Diagramme, Bilder und Grafiken vorhanden, für die man eine Lupe benötigt. Wahrscheinlich ist es zuviel verlangt, wenn man für bis zu 1.500 Euro pro Jahr  etwas vernünftig Lesbares erwartet…

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

3 Kommentare

  1. Pingback: American Chemical Society spart Papier » Infobib

  2. Eigentlich wollte die ACS es lassen mit dem Drucken. Und diese Notausgaben sind quasi ein Zugeständnis an beharrlich von Papier lesenden Kunden. Zum Abgewöhnen sozusagen. Ab Bezugsjahr 2011 nur noch e-only — das jedenfalls war die Info vom Jahresanfang.

  3. Auch Wiley scheint zunehmend auf e-only umzustellen. Bei Printzeitschriften läßt sich ja nur mit großem Aufwand erfassen, wie oft welcher Artikel kopiert wird, das widerspricht dem grundsätzlich mal egalitär angelegten Vergütungssystem der VG Wort, das große Verlage deswegen gern umgehen möchten. Schelme mögen sich dabei denken, was sie wollen…