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ekz: B2B oder B2C?

Die ekz baut ihre digitalen Dienstleistungen für Bibliotheken aus, möchte man bei der Lektüre der Pressemitteilung meinen, welcher dieser Passus entnommen ist:

Die ekz.bibliotheksservice GmbH erweitert ihr Portfolio im Bereich der digitalen Medien und erwirbt über ihre Tochterfirma „4Readers GmbH & Co. KG“ die Soforthoeren-, Sofortsehen- und Sofortlesenportale der Firma Diderot Media KG im schwäbischen Rottenburg/Neckar zu Beginn des Jahres 2011. Ziel der Akquisition ist die Erweiterung des ekz-Know-hows für Bibliotheken im Bereich digitaler und mobiler Technologien.

Bei der Lektüre des Interviews von buchreport.de mit dem ekz-Geschäftsführer jedoch klingt das ganz anders! Hier scheint es so, als ob die ekz mit dieser Erwerbung ins Endkundengeschäft einsteigen und Synergieeffekte vom bisherigen Bibliotheksgeschäft erzielen möchte. Vom bisherigen „business to business“-Dienstleister (B2B) zum Endkundenlieferanten (B2C)? Wer weiß?
Das Interview endet ja gewiß ganz tröstlich für die Bibliotheken, wer weiß aber, ob sie nicht ebenso verschwinden werden wie Videotheken? Der Aufmacher eines Wirtschaftswoche-Artikels, der Videotheken behandelt, könnte da kritisch stimmen …

2 Kommentare

  1. Wie, jetzt verstehe ich garnichts mehr? Ich dachte, die ekz sei kein (Hör-)Buchhändler? Ob die das wohl machen, weil sie damit Geld verdienen wollen? Einfach so? Ohne zusätzliche heilsbringende Motive? Vom Paulus zum Saulus? Oder war dieser Kommentar etwa schon immer berechtigt?
    ///log.netbib.de/archives/2010/12/09/hilfe-fur-die-bibliothek-mit-hilfe-von-gutscheinen/#comments

  2. Wir dürfen nie vergessen, dass auch die ekz ein profitorientiertes Unternehmen ist.
    Erinnert an das digitalisierungsprojekt von Google und der BSB…
    Es sind unternehmen welche letztlich durch ihre Angebote Geld Verdienen wollen.