netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

VUfind statt OPC

Ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass Marcel und Jörg in ihrem bachelopac Weblog über die Fertigstellung ihrer Bachelorarbeit mit dem Titel: „Der OPAC aus dem Baukasten : Realisierung eines Katalog 2.0 unter Einbeziehung der Community“ (überarb. Version) berichtet haben. Christian hat die Arbeit auf Infobib schon besprochen (Schmitt & Stehle: Der OPAC aus dem Baukasten). Jede Bibliothek, die mit dem eigenen Katalog nicht so ganz zufrieden ist und über technisches Know How verfügt, sollte mal einen Blick auf die Arbeit (und die darin angesprochen Links) werfen.

Oliver Marahrens berichtet kontinuierlich im TUBfind Blog über den alternativen Katalog der TUB HH und die Anpassungsarbeiten daran. Und in der Tat: unser Katalog wird immer schöner 😉

Wie schnell man VUfind installieren kann, wenn man sich in der Materie auskennt, zeigt der Screencast From nothing to Vufind installed in under 8 mins [via Till Kinstler]. Das Anpassen an die eigenen Bedürfnisse dürfte aber trotzdem etwas länger als 8 Minuten dauern…

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

9 Kommentare

  1. Gibt es eigentlich Zahlen zum Anteil der Suchen über VUfind bzw. dem alten Katalog?

  2. Ergänzung: Die Anpassung fällt auch bei allen anderen Umstiegen an. Wenn man also vom OPC auf einen Katalog umsteigen will, der nicht primär für Bibliothekswesen gedacht ist, muss man sich die Mühe ohnehin machen. Und man eignet sich nebenbei eine Fähigkeit an, die man als Bibliothekswesen eigentlich ohnehin haben sollte: die Fähigkeit, das wichtigste Arbeitsinstrument halbwegs beurteilen zu können.

  3. @Klaus-Jürgen Sommerschuh
    Vergleichbare Zahlen gibt es bei uns (noch) nicht, da wir den neuen Katalog noch nicht offensiv anbieten bzw. den alten noch überall verlinkt haben.
    Das hat aber Gründe, die mit unserem Datenbestand zu tun haben, nicht mit VUfind…

  4. CH :

    Und man eignet sich nebenbei eine Fähigkeit an, die man als Bibliothekswesen eigentlich ohnehin haben sollte: die Fähigkeit, das wichtigste Arbeitsinstrument halbwegs beurteilen zu können.

    Das gefällt mir an Dir: Du bist immer so optimistisch… Das wichtigste Arbeitsinstrument ist für viele KollegInnen immer noch das CBS (Zentralsystem), es soll sogar Fälle geben, bei denen das Ergebnis der Arbeit – nämlich im Katalog – gar nicht weiter wahrgenommen wird…

  5. Die beiden werden ihr Projekt auch morgen auf dem BOBCATSSS Symposium in Ungarn vorstellen. #bobcatsss2011

  6. @Edlef Stabenau
    In der Regel hat man mehrfach das Katalogisierungsergebnis im Katalog überprüft und und wenn man alles so wiederfindet, wie man es erwartet, dann kann man auf diese Kontrolle doch wohl verzichten, oder?

  7. @Edlef Stabenau
    Bibliothekswesen in diesem Zusammenhang sind alle, die sich ab und an auch mal in der Bibliothek aufhalten, also nicht ausschließlich in den Verwaltungstrakten drumherum. ;o)

    @Owl
    Ich glaube, Edlef meint die KollegInnen, die auch an der Auskunft das CBS benutzen. Meint er?

  8. Quasi Werbung in eigener Sache:
    wir verfolgen mit ALBERT ähnliche Konzepte.
    Gerade neu freigegeben, die Version 2:
    http://waesearch.kobv.de

    Ein paar Informationen zu Inhalt und Funktionen:
    http://www.gfz-potsdam.de/portal/cms/Bibliothek/Suche/A-Albert/Albertinfo

  9. Wie Ihr sicherlich wisst, basiert die Suchkiste (http://finden.nationallizenzen.de) auf VuFind. Wir haben VuFind Shibolleth beigebracht, einigen Code beigesteuert und von uns stammt letztlich das Installationspaket für Debian-artige Betriebssysteme wie Ubuntu…

    So, weil oben nach Nutzungszahlen gefragt wurde: Bei uns sind es, seit unserem „online-Gang“ vor einem Jahr, durchschnittlich 300 Nutzer täglich (Tendenz steigend). Bisher wurde das System kaum beworben, weil uns diese moderate Nutzung reichte, um das System zu verbessern. Weit über 2/3 aller Besucher kommt via Google, wenige über Bing. VuFind ist für Suchmaschinen transparent (eben kein deep oder dark web)! Hier paar Beispiele aus dem Log:
    http://www.google.com/search?q=doi%3A+10.1007%2Fbf01510374
    (http://www.google.com/search?q=randschichttheorie
    http://www.google.com/search?q=signé+jean+frédéric+phélypeaux
    http://www.bing.com/search?q=rührleistung
    Ich kenne keinen einzigen Treffer bei Google & Co., der zu einem Datensatz eines klass. Bib.systems geführt hätte. Mir ist es egal, wo die Leute suchen! Hauptsache sie finden was sie brauchen. Und wenn der letzte Klick bei mir ist – sehr schön. All das geht mit VuFind out of the box.