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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Bibliothek und Touristeninformation: Geht das?!

Der Lindower Amtsdirektor sucht nach Einsparmöglichkeiten, ohne gleich alles platt zu machen. So wäre ein Umzug der Bibliothek in den Tourismuspavillon denkbar, damit die Touristeninformation wieder auf professionellere Beine gestellt wird. Die Bücherei, die derzeit 30 feste Leser/innen hat, müßte sich verkleinern und den Restbestand in einem Magazin unterbringen. [via Märkische Allgemeine]

Vgl. auch den kritischen Artikel in bibliothekarisch.de!

3 Kommentare

  1. grundsätzlich finde ich die Idee nicht so schlecht, Beratung und Informationsvermittlung können wir ja 😉 Zu den dreißig LeserInnen wäre interessant zu wissen, wieviele EinwohnerInnen der Ort hat.

  2. Die Beschreibung passt recht gut auf Lindow (Mark). Der Ort hat etwas über 3000 EinwohnerInnen. Grundsätzlich kann ich bei so wenig LeserInnen die Idee, die beiden Einrichtungen zusammen zu legen, auch irgendwie nachvollziehen. Sieht nur so aus, als wäre der Tourismuspavillon etwas klein für die Bibliothek. http://www.lindow-mark.de/de/willkommen/ueber-unsere-stadt/touristinformation.html Ob Lindow inzwischen eine Tourismushochburg ist, weiß ich nicht, war mal vor ca. 10 Jahren dort, wirkte ziemlich verschlafen.

  3. Hm, ich habe mich ja bei der Formulierung des Artikels neutral-bedeckt gehalten. Ich muss sagen, dass ich das Reinheitsgebot deutscher Bibliotheken nicht so für den Bringer halte, wenn’s ums Überleben geht und durchaus bereit wäre, die eine oder andere Kröte zu schlucken. Gerade OPLs sollten um die Chancen wissen, die der Übernahme von Querfunktionen innewohnen. – Doch ich kenne das Umfeld nicht und möchte daher nur zur Kenntnis geben, dass meine Antwort auf die Frage von Dörte Böhner auf bibliothekarisch.de „Muss man da sagen, besser so, als geschlossen?“ durchaus auch „ja“ lauten könnte, wenn die Rahmenbedingungen einigermaßen stimmen.