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Zweigstellenschließung in Ostfildern: ja oder ehrenamtliche Weiterführung?

Zwei Zweigstellen ganz abschaffen oder mit Ehrenamtlichen weiter betreiben, dann aber nicht richtig sparen zu können und ungleichgewichtige Bibliotheken zu haben, das scheinen die Eckpunkte der Diskussion einer Bibliotheksstruktur in Ostfildern zu sein. Bereits am 08.02. erschien in der Eßlinger Zeitung ein Artikel über die Diskussion, in welcher sich u.a. auch Prof. Vonhof von der HdM zu Wort gemeldet hat mit dem Hinweis, dass eine nicht durch Profis gemanagte Bibliothek an Nachfrage verliere. Das mag durchaus stimmen, tangiert jedoch nicht die Frage, unter der ehrenamtliche Verwaltung meist diskutiert wird: ob eine Bibliothek erhalten werden soll oder nicht. Ein neuerlicher Kommentar in der Eßlinger Zeitung stimmt nachdenklich, ob denn genügend ehrenamtliche Kräfte für das Vorhaben, wenn es denn vom Gemeinderat so beschlossen werden sollte, zu gewinnen sind. – Mir gefällt hier die differenzierte Berichterstattung. Die Diskussion ist sicher auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass „Ostfildern“ eine in der Gemeindereform fusionierte Stadt ist, was dazu führt, dass man in der Kommunalpolitik möglichst keine „Grausamkeiten“ gegen ehemals selbständige Teilorte begehen möchte.

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