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Best practice: Gemeindebücherei Gundolfhausen goes mobile

Gerade Öffentliche Bibliotheken müssen mobile Dienste anbieten, da die relevanten Zielgruppen – Jugendliche und junge Erwachsene – mehr und mehr über Smartphones kommunizieren und spielen. Mobil das Netz und Facebook nutzen und Games spielen, das ist in! Eine Fanpage auf Facebook ist da bei weitem nicht genug!
Die Gemeindebücherei Gundolfhausen im Kraichgäu hat jetzt beschlossen, mobile Dienstleistungen anzubieten. Man orientiert sich – hat man doch wenig Ressourcen, eigene Dienstleistungen zu entwickeln! – dabei an den weltweiten Marktführern, den Finnen, die bekanntermaßen bei PISA-immer gut abgeschnitten haben. Und dass das einen engen Zusammenhang mit Handys und Mobiles hat, liegt mit der Marke N… auf der Hand. Deshalb bietet jetzt die Gemeindebücherei Gundolfhausen Schulung und Workshops im Handyweitwurf an, man muss hier nicht soviel Investitionen leisten (ein Sammlungsaufruf zur Abgabe abgelegter Handys wurde bereits gestartet) und auch die laufenden Kosten fallen nicht so ins Gewicht. Zudem werden Imagegewinne erwartet, da die Konkurrenz auf diesem Gebiet nicht so groß ist und die Gemeindebücherei eventuell groß herauskommt als Veranstalterin und Anbieterin von regionalen Events im Handyweitwurf.
Geübt wird übrigens sowohl der Distanz-, als auch der Zielwurf, letzterer ist als Wettbewerb noch wenig verbreitet. Es ist nur so, dass es bei den Workshops gut wäre, den Container im Hinterhof der Gemeindebücherei zu treffen, damit das Personal nicht zu viel Aufwand mit dem Aufräumen der im Aufprall zerlegten Wurfgeschosse hat.
Hinweis: Die Aktion ist barrierefrei und klimaneutral und kann jederzeit durch eine Recyclingaktion ergänzt werden. Mobile Dienste sind damit auch ethisch einfach angesagt! Eben best practice!

3 Kommentare

  1. Pingback: Entdecktes zum 1. April rund um Urheberrecht, Bibliotheken u.ä. (Updates folgen) : Bibliothekarisch.de

  2. Ich rüge die schlechte Recherche. Der Ort heißt Gandalfhausen und liegt natürlich im Kraichgau – nicht gäu. Durch solche kleinen Nachlässigkeiten werden die jahrelangen Bemühungen der Kalabrich-Bewohner zu Unrecht verhöhnt http://www.kraichgau-stromberg.com

  3. Danke für die Korrektur. Man merkt eben doch immer wieder, daß Weblogs nicht mit Qualitätsjournalismus mithalten können…