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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

“Wir haben ein Recht auf eine Bibliothek!”

In Hamburg gibt es Unfrieden wegen Sparmaßnahmen und in Folge dessen Schließungen von Institutsbibliotheken. Studierende fragen sich, wie sie ohne Bibliothek mal schnell nachschlagen oder querlesen sollen. Auf einer Fachschaftsseite heißt es:

Als zahlende Kunden dieser Universität haben wir ein Recht auf geschultes Fachpersonal und freien Zugang zur Literatur!!!

[via Stadtteilreporter Grindel/Uni des Hamburger Abendblatts]
Das wärmt das Herz eines jeden Bibliothekars, ist es doch das, was man schon immer sagt: Fachpersonal und gut gepflegte Bestände tun not! Der kritische Kopf aber sagt, dass es sich hierbei vielleicht um Nutzerbedürfnisse handelt, die schon in wenigen Jahren ganz anders lauten könnten: „Freier Zugriff auf elektronische Quellen von überall her!“ In anderen Wissenschaften ist es ja schon soweit, dass die Bibliothek als als Papierspeicher in Frage gestellt wird. Als Ort – und das ist das Erstaunliche – lebt sie weiter fort, nur sind es hier meist gut ausgestattete Fachbereichsbibliotheken oder Teile von Unibibliotheken, die an Universitäten gefragt sind. Die Institutsbibliothek als Herz eines Institutes – diese Funktion könnte sich wandeln …

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