netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Vom „Wissensspeicher“ zum „Bildungsforum“

Eine Namenssuche mit Wettbewerb und Prämierung in Potsdam ergab, dass Stadt- und Landesbibliothek und Volkshochschule unter „Bildungsforum“ firmieren sollen. Weitere Vorschläge waren „Schlau-Haus“ und „Bildungs-Mitte“. [via Info Potsdam und Märkische Allgemeine]

5 Kommentare

  1. Bildungskonzepte sind wie Miniröcke: In periodischen Abständen tauchen sie immer wieder auf. In den 70er Jahren gab es die „Kulturzentren“, die jetzt als „Forum“ ihr Rebirthing feiern – das Internetforum lässt grüßen. Die „soziale Bibliotheksarbeit“ kommt vielleicht auch wieder. Sie wird dann nur anders heißen. Die Kulturzentren als Produkte der Bildungsdiskussion in den Siebzigern hatten nicht nur „Partizipation“ als Leitwort , sondern auch „Wirtschaftlichkeit“. Das betraf nicht nur die Raumnutzung:
    http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=003238830
    Die bibliotheks-ökonomischen Inkunabeln gerieten so schnell in Vergessenheit wie die Kulturzentren, so dass man meinen könnte, DontMentionHisName habe das Kalkulieren in Bibliotheken erfunden. Vielleicht gerieten sie auch gar nicht in Vergessenheit, sondern wurden einfach nie gelesen. Hätten wir gelesen, wäre es vielleicht anders gekommen und man hätte folgenden Satz nicht so oft gehört: „Ich bin nur Anwender.“

  2. Offensichtlich wird unser kleiner Dialog mitgelesen, denn ich erhielt eine Mail mit folgendem Inhalt und ohne weitere Erklärung: „Hier ein schöner Satz aus der Rezension Kathrin Schmidt: Finito : Einer der Männer trägt durchgehend den schönen Namen „Grund ihres Wunsches, die Welt zu verlassen“. “ Das wollte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten 🙂

  3. Ich spinne die Geschichte mal weiter: „Trotzdem liebte sie ihn. Wegen seiner french eyes.“