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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Geblubber mit bibliothekarischem Bezug…

… ist sehr oft das, was man in der gedruckten Fachliteratur zu lesen bekommt. Beschreibungen von supertollen Projekten, verbrämt mit möglichst vielen gerade aktuellen Modewörtern sind oft zu finden. Da werden gerne auch Projekte als neu und großartig beschrieben, die in anderen Bibliotheken schon seit Jahren zum Standarddienstleistungsangebot gehören.

Karsten Schuldt hat mit dem Artikel meine beitrags- / lyrik ist hübscher / als deine // dude auf Plan3t.info die Situation sehr treffend beschrieben, vielen Dank dafür!!

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

2 Kommentare

  1. Fachliteratur???

    Das ist doch kein Geblubber, das ist Emotion-Selling. Knallharte Business-Rationalität und nicht so ein Verwaltungs-Klein-Klein, das man nicht zitieren darf. Auch Vereinsmitglieder wünschen positive Emotionen, die zur very best practice motivieren. Danach kommt nur noch Hard Selling. Schlips weg und 3mm Bürstenhaarschnitt. Unter 4 Ausleihen macht der Chef dann keine Witze mehr. Wußten Sie übrigens, dass man mit Schokoladen-Aroma die Ausleihzahlen erhöht? Das ist dann olfaktorisches Selling. Very zeitgemäß professionell und nicht so hilflos wie damals, als die AZUBI aus der Bunten Illustrierten die Bikini-Fotos ausgeschnitten und auf die Leinen-Einbände der um den Umschlag beraubten Buchclubausgaben geklebt hat. Hat zwar auch funktioniert, sah aber sehr viertel-professionell aus.

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