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Verschuldung von Studierenden in den USA eine „Bildungsblase“?

Wer in Bildung investiert, investiert richtig, heißt es im Allgemeinen. Im Besonderen heißt es bezüglich der Verschuldung von Studierenden, dass sich das auszahle. Manche Finanzierungsmodelle von Studiengebühren waren auf diesem Glaubenssatz aufgebaut. Dass nicht nur Verschuldung für Konsum eine „Blase“ darstellen könnte, die im Finanzwesen zu Krisen führen kann, wie wir seit 2008 feststellen konnten, sondern auch eventuell Verschuldung für Bildungszwecke, diesen Schluss legt nun ein Artikel des Handelsblattes nahe, der die Situation von Studierenden in den USA schildert. Besonders perfide ist der „vicious circle“, der am Schluss des Artikels aufgezeigt wird: Dass Absolventen letztlich keine Kreditkarten, keine Wohnungen und -keinen Job bekommen, weil sie verschuldet sind. – Vielleicht sollte man lieber erfolgreichen Akademikern eine besondere Bildungssteuer auferlegen, damit man das Geld von denen holt, die etwas von der Bildung gehabt haben und nicht von denen, die auf Grund dessen einmal mehr ins Prekariat abgleiten?

Ein Kommentar

  1. Hallo,

    auch hier in Deutschland, gerade durch Studiengebühren und leicht zu bekommene Studienkredite kann man sich mit Bildung leicht verschulden. Daher ist es sehr wichtig, dass man sich wirklich gezielt bildet.

    freundliche Grüße
    Josef